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Finanzkrise trifft Automobilindustrie: Droht nach Bankenbeben nun die Autokrise?


Konjunkturflaute  

Harte Zeiten für Autobauer

04.11.2008, 11:19 Uhr | bv, AFP, dpa, t-online.de

Autofabrik - Die Bänder laufen langsamer oder werden sogar ganz gestoppt (Foto: imago)Autofabrik - Die Bänder laufen langsamer oder werden sogar ganz gestoppt (Foto: imago) Nach den Banken sind die Autohersteller die erste weitere Branche, die die Finanzkrise massiv zu spüren bekommt. Weltkonzerne wie Toyota und BMW müssen ihre Ergebnis- und Absatzprognosen senken. Toyota rechnet mit 40 Prozent weniger Gewinn im laufenden Geschäftsjahr. BMW berichtet von einem Absatzrückgang um fast 15 Prozent im September. Bei der schwächelnden Ford-Tochter Volvo soll wegen einbrechender Nachfrage rund ein Viertel der 25.000 Stellen gestrichen werden.

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Weniger Gewinn bei Toyota

Die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei" berichtet, dass der Betriebsgewinn von Toyota im laufenden Geschäftsjahr um 40 Prozent auf rund 1,3 Billionen Yen (9,4 Milliarden Euro) sinken dürfte. Die Japaner hatten ihre Prognose zuvor schon auf 1,6 Billionen Yen gesenkt. Die Toyota-Aktie stürzte am Mittwoch im asiatischen Handel um fast 12 Prozent ab.

Bei BMW schwächelt jetzt auch der Mini

BMW teilte in München mit, der Absatz der drei Konzernmarken BMW, Mini und Rolls-Royce sei im Vergleich zum September 2007 um 14,6 Prozent auf etwa 121.600 Fahrzeuge zurückgegangen. BMW litt demnach vor allem in den USA und in Europa unter der Kaufzurückhaltung der Kunden. Auch der bisherige Absatzgarant Mini schwächelte zum ersten Mal seit längerer Zeit. Insgesamt kam die BMW Group für die ersten neun Monate des Jahres aber noch auf ein leichtes Absatzplus von 1,7 Prozent auf mehr als 1,1 Millionen Fahrzeuge. Der Kurs der BMW-Aktie sank um etwa 5 Prozent.

Ein Drittel weniger für Toyota

Toyota hatte im September im in den USA rund ein Drittel weniger Autos verkauft als vor einem Jahr. Es war der fünfte Monat in Folge mit einem Rückgang. Volvo kündigte in Göteborg an, dass bei einer neuen Entlassungsrund 3300 Stellen gestrichen werden sollen. Im Juni war bereits der Verlust von 1500 Arbeitsplätzen angekündigt worden. Gemeinsam mit wegfallenden Beraterjobs stehen damit 6000 Stellen vor dem Aus.

Finanzkrise keine Ausrede für alles

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat derweil vor einer Instrumentalisierung der Finanzkrise gewarnt. "Das mag für den einen oder anderen Manager sehr einfach sein zu sagen: 'Mein Absatzziel habe ich nicht erfüllt, das liegt an der Finanzkrise'", sagte DIW-Konjunkturexperte Stefan Kooths. In der Autoindustrie gebe es zum Beispiel spezifische Probleme wie die Umstellung der US-Modellpolitik oder Überkapazitäten in Europa, die mit dieser Krise nichts zu tun hätten. Zuvor hatten einige Autobauer mitgeteilt, ihre Produktion zu drosseln.

Bänder wurden schon gestoppt

So lassen Opel und BMW die Bänder bereits stillstehen. Auch Daimler will seine Produktion drosseln und etwa 45.000 Autos weniger bauen. Bei Opel beträgt das Volumen nicht gebauter Fahrzeuge bisher rund 3000, bei BMW sollen am Ende 20.000 bis 25.000 Autos nicht gebaut werden. Auch Ford fährt seine Produktion im Werk Saarlouis leicht herunter und kündigt 200 Zeitarbeitern bis zum Monatsende. In der Zulieferindustrie stehen ebenfalls Zeitarbeitsjobs auf der Kippe. Die verringerte Produktion hat außerdem Auswirkungen auf die Auftragslage im Transportgewerbe.

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