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Automobilindustrie: Volkswagen drosselt Produktion des VW Touran


Automobilindustrie  

Volkswagen drosselt Touran-Produktion

09.10.2008, 19:22 Uhr | mash, dapd, dpa, t-online.de

Produktion gedrosselt: Der VW Touran (Foto: VW)Produktion gedrosselt: Der VW Touran (Foto: VW) Der Autobauer Volkswagen drosselt die Produktion des Familien-Vans Touran. Das berichtet die "Braunschweiger Zeitung". Damit scheint auch VW - bislang als einziger Hersteller verschont vom weltweiten Einbruch in der Autobranche - in der Finanzkrisen-Realität angekommen zu sein. #

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VW: Umschichtung der Produktion

Nach Informationen der Zeitung gilt sinkende Nachfrage als Grund für die Entscheidung. Nachdem sich VW zunächst nicht äußerte, gab ein Firmensprecher nun bekannt, die Zahl der gebauten Autos werde "nachfragebedingt" etwas zurückgenommen. Gleichzeitig steige aber die im Tochterwerk Auto 5000 angesiedelte Produktion des kleinen Geländewagens Tiguan, an dem es ein reges Kundeninteresse gibt. Die Produktion in dem betroffenen Werk laufe nach wie vor auf hohem Niveau.

Hohe Nachfrage des Tiguans

Dass dort nun nachfragebedingt die Produktion des Familien-Vans Touran zurückgenommen werde, hänge ursächlich mit der gleichzeitigen Steigerung der Produktion des kleinen Geländewagens Tiguan zusammen. Dieser sei auf dem Markt äußerst erfolgreich. Mit der Umschichtung der "hochflexiblen Produktion" bei der Auto 5000 komme VW den Kunden entgegen. Der Sprecher nannte einen Bericht der "Braunschweiger Zeitung" falsch, wonach statt der ursprünglich geplanten 156.000 Touran in diesem Jahr nur noch 138.000 Stück gebaut werden sollen.

Viele Autobauer drosseln Produktion

Noch vor ein paar Tagen hatte ein Konzernsprecher gesagt, dass derzeit keine Produktionskürzungen bei VW geplant seien. Der VW-Konzern habe sich in dem schwierigen Marktumfeld bislang erfolgreich behauptet. Es gebe genügend "Flexibilisierungsmöglichkeiten, um erforderliche Anpassungen in der Produktion vornehmen zu können". Wegen sinkender Absatzzahlen und der Sorge vor einer Verschlimmerung der Lage hatten einige Autobauer in dieser Woche angekündigt, ihre Produktion zu drosseln.

Holt Krise erfolgreichen Konzern ein?

Diese Nachrichten scheinen die zuvor geäußerten Befürchtungen von VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh zu bestätigen, der trotz der erstaunlich positiven Zahlen vor den Folgen der Finanzmarktkrise für Volkswagen warnt. So sagte Osterloh der "Bild"-Zeitung, zwar stehe VW besser da als andere. "Aber wenn sich die äußeren Umstände so weiterentwickeln, werden auch wir nicht völlig ungeschoren davon kommen."

Langfristige Probleme wahrscheinlich

Der hohe Ölpreis, die hohen Stahlpreise, die CO2-Debatte und die Verunsicherung durch die Bankenkrise führten zu einer Kaufzurückhaltung. "Langfristig werden wir damit Probleme bekommen", sagte Osterloh. "Das ist klar. Es geht jetzt darum, wen erwischt es nicht ganz so stark." Die Politik sei in der Pflicht, die Industrie in dieser schwierigen Situation zu unterstützen.

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