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Trotz Staatsrettung: Banken Dexia und Fortis feiern in Monaco


Finanzkrise  

Trotz Staatsrettung: Dexia und Fortis feiern in Monaco

14.10.2008, 19:20 Uhr | mfu, t-online.de, dapd

Party trotz Finanzkrise (Foto: imago)Party trotz Finanzkrise (Foto: imago) Die Finanzkrise hat die Banken fest im Griff: Weltweit müssen die Staaten immer mehr Institute mit Milliarden-Rettungspaketen vor dem Aus bewahren. Doch selbst das bringt die betroffenen Unternehmen offenbar nicht dazu, liebgewordene Gewohnheiten, wie teure Partys oder Luxusreisen für Topmanager, zu überdenken. So feierten erst kurz nach der verzweifelten Rettungsaktionen des belgischen Staates die betroffenen Banken Dexia und Fortis teure Partys in Monaco. Der Champagner floss in Strömen.

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Feier im Gourmet-Tempel

Wie die flämische Zeitung "De Morgen" berichtete, lud die franko-belgische Dexia-Bank mehr als 200 Gäste zu einem festlichen Bankett in die teuerste Herberge von Monte Carlo, das "Hotel de Paris", ein. Am Tag darauf habe die Fortis-Bank, die ebenfalls in großen Schwierigkeiten ist, ihrerseits eine Reihe von Gästen im Drei-Sterne-Lokal des Hotels, dem Gourmet-Tempel "Louis XV", bewirten lassen.

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"Auf alle, die ihr Geld verloren haben!"

Die Dexia-Gästen feierten den Angaben zufolge die Eröffnung der Filiale Dexia Private Banking in Monaco, die allerdings wegen der Finanzkrise für "unbestimmte Zeit" verschoben wurde. Wenige Stunden zuvor hatte Belgiens Regierungschef einen Rettungsplan für Dexia vorgestellt. "Heute haben wir einen kleinen Erfolg gehabt", sagte eine Dexia-Managerin den Zeitungsreportern, "es geht endlich wieder besser. Zumindest vorläufig. Jetzt können wir noch feiern, morgen vielleicht nicht mehr." Der Champagner sei in Strömen geflossen. Und spät in der Nacht hörten die Journalisten von der Terrasse den Trinkspruch: "Auf alle, die ihr Geld verloren haben!"

AIG: Rund 440.000 Dollar für Luxusreisen von Mitarbeitern

Auch in den USA sorgte ein ähnlich gelagerter Fall zuletzt für Schlagzeilen: Nur wenige Tage nach der milliardenschweren staatlichen Rettungsaktion hatte der US-Versicherer AIG mehrere hunderttausend Dollar für einen Aufenthalt von Mitarbeitern in einem kalifornischen Luxusferiendomizil ausgegeben. Auf der Rechnung in Höhe von insgesamt 440.000 Dollar (324.000 Euro) standen unter anderem Wellness-Behandlungen, Golf-Trips und Galamenüs. In einem Brief an Finanzminister Henry Paulson sagte AIG-Chef Edward Libby zu, "die Kosten aller Aspekte unserer Operationen im Licht der neuen Umstände neu zu bewerten". Die Konzernführung erklärte, das "Geschäftsereignis" sei schon seit Monaten geplant gewesen.

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