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Großbritannien: Regierung steigt mit 37 Milliarden Pfund bei Banken ein


Finanzkrise  

London steigt mit 37 Milliarden Pfund bei Banken ein

13.10.2008, 21:38 Uhr | sky, dpa, t-online.de

London stützt RBS (Foto: imago)London stützt RBS (Foto: imago) Zur Rettung der Bankenlandschaft springt die britische Regierung bei drei Großbanken als neuer Anteilseigner ein. Damit versorgt London die Kreditinstitute mit einer Kapitalspritze von fast 37 Milliarden Pfund (47 Milliarden Euro). Im Einzelnen stehen für die Royal Bank of Scotland (RBS) Steuergelder von 20 Milliarden Pfund (25 Milliarden Euro) bereit. Die vor einer Fusion stehenden Banken HBOS und Lloyds TSB benötigen gemeinsam 17 Milliarden Pfund frisches Kapital, wie die Regierung mitteilte. Schon jetzt kontrolliert die Regierung die verstaatlichten Hypothekenbanken Northern Rock und Bradford & Bingley.

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RBS-Manager nimmt seinen Hut

Der Staat wird nun bei RBS Hauptaktionär mit einem Anteil von rund 60 Prozent, falls nicht noch ein privater Geldgeber hinzukommt. Der Schritt hat sofortige Konsequenzen für das Management: RBS-Chef Fred Goodwin kündigte seinen Rücktritt an. An der fusionierten Großbank Lloyds/HBOS wird der Staat einen Anteil von 40 Prozent halten. Das Finanzministerium betonte, nicht dauerhaft Investor der Banken bleiben zu wollen.



Aktien für den Staat

Die Regierung kauft von RBS für fünf Milliarden Pfund Vorzugsaktien. Die übrigen 15 Milliarden Pfund sollen in Stammaktien fließen, falls sich wie erwartet kein anderer privater Geldgeber findet. Lloyds TSB wird mit Hilfe von Steuergeldern eine Geldspritze von 11,5 Milliarden Pfund erhalten, davon drei Milliarden in Vorzugsaktien. Bei HBOS springt der Staat mit 5,5 Milliarden Pfund ein.

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Rettungspaket über 550 Milliarden Pfund

Möglich wurde die Beteiligung des Staates durch ein Rettungspaket mit einem Gesamtvolumen von 500 Milliarden Pfund. Das Paket sieht unter anderem den Einstieg des Staates bei den Banken im Tausch gegen Vorzugsaktien vor. Dafür stellt die Regierung 50 Milliarden Pfund Steuergelder zur Verfügung. Neben einer Geldspritze von 200 Milliarden Pfund der Notenbank verpflichtete sich der Staat ferner, mit 250 Milliarden Pfund für Leihgeschäfte zwischen den Banken geradezustehen.

Neues Geld für Barclays und HBOS

Die britische Großbank Barclays braucht nach eigenen Angaben eine Finanzspritze von 6,5 Milliarden Pfund, will allerdings ohne Hilfe des Steuerzahlers auskommen. Zudem wird Barclays für 2008 keine Dividende auszahlen und damit zwei Milliarden Pfund sparen. Die Großbank HSBC hatte schon zuvor eine Kapitalerhöhung ohne Hilfe des Steuerzahlers angekündigt.

Börse London fest

Einen Tag nach dem Krisen-Finanzgipfel in Paris startete die Börse in London am Montag mit Kursgewinnen in den Handel. Der Leitindex FTSE 100 legte zur Öffnung des Parketts um fünf Prozent zu. Unter den Gewinnern befanden sich auch Bankentitel. In der gesamten Vorwoche hatten die 100 wichtigsten Börsenwerte unter dem Strich 21 Prozent an Wert verloren.

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