Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > Aktien >

BaFin sieht Hinweise auf Gesetzesbruch


Hypo Real Estate  

BaFin sieht Hinweise auf Gesetzesbruch

12.11.2008, 11:38 Uhr | cs, t-online.de, dpa

Das Firmenschild der Hypo Real Estate (Foto: AFP)Das Firmenschild der Hypo Real Estate (Foto: AFP)Der Ärger um die Fastpleite des Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate (HRE) reißt nicht ab. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) meldet, hat die Finanzmarktaufsicht BaFin konkrete Hinweise auf Gesetzesverstöße des Managements während der Krise der Bank. So habe die Staatsanwaltschaft München der BaFin die "Verdachtsanzeige eines Marktteilnehmers" übermittelt. Und die hält die Vorwürfe "für substantiiert", wie eine BaFin-Sprecherin gegenüber der Zeitung sagte.

Hypo Real Estate - Die große Unbekannte im DAX
Quiz - Welche Bank steckt hinter diesem Logo?
Fotoshow - So viel verdienen die Mächtigen im Monat
Hintergrund - Die größten Bankübernahmen und -fusionen

Marktmanipulation und Insiderhandel

Nach Informationen der FAZ handelt es sich bei den Verstößen um unerlaubte Marktmanipulation und Insiderhandel. Erst am Dienstag hatte die deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) Strafanzeige gegen den ehemaligen HRE-Chef Georg Funke und des Vorstandskollegen Bo Heide-Ottosen gestellt. Es bestehe der Verdacht des Betrugs, fehlerhafter Kapitalmarktinformation sowie Verstöße gegen das Verbot der Marktmanipulation, so DSW-Hauptgeschäftsführer Ulrich Hocker.

Anzeige Anleger verklagen Banken-Manager

HRE-Aufsichtsrat prüft die Anschuldigungen

Der neue HRE-Aufsichtsrat kündigte an, mögliche Pflichtverletzungen durch das alte Management zu prüfen. Die Rechtsanwaltskanzlei Milbank Tweed Hadley McCloy LLP sei damit beauftragt worden. Im Interesse des Unternehmens und aller Beteiligten habe sich der Aufsichtsrat "zu dieser im Ergebnis offenen Untersuchung durch eine unabhängige, renommierte Kanzlei entschieden", erklärte der Aufsichtsratsvorsitzende Klaus Pohle.

Regierung musste Hypo Real Estate retten

Die HRE war im Zuge der Finanzkrise in Schieflage geraten. Erst das beherzte Eingreifen der Bundesregierung und deutscher Banken konnten den angeschlagenen Immobilienfinanzierer retten. Nach wenigen Tagen stellte sich allerdings heraus, dass die Probleme der Bank weit größer waren als zunächst durch das Management zugegeben. Eine nachgebesserte Bürgschaft in Höhe von 50 Milliarden Euro bewahrte die HRE schließlich vor dem Kollaps.

Mehr zum Thema:
Georg Funke - Sein größter Coup wurde zu seinem Verhängnis
Finanzkrise - HRE-Rettung kann Steuerzahler Milliarden kosten
Finanzkrise - Politiker wollen Haftung der Manager verschärfen
Überblick - Wichtige Begriffe zur Finanzkrise

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
15,- € Gutschein für Sie - nur bis zum 22.09.2019
bei MADELEINE

shopping-portal