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Benzinpreise: Diesel und Benzin wieder unter 1,30 Euro


Tankstellenpreise  

Benzin wieder unter 1,30 Euro

17.10.2008, 17:27 Uhr | bv, dpa-tmn, dapd, dpa, t-online.de

Tanken ist wieder billiger geworden (Foto: imago)Tanken ist wieder billiger geworden (Foto: imago) Nach dem Rohölpreis sinken auch die Treibstoffpreise an den Tankstellen. Der Energie Informationsdienst (EID) in Hamburg teilte mit, bei den Großkonzernen habe Eurosuper in dieser Woche durchschnittlich 1,32 Euro pro Liter gekostet, Diesel 1,26 Euro. "An manchen Stationen, besonders freien Tankstellen, gab der Benzinpreis auch unter 1,30 Euro nach", sagte EID-Chefredakteur Rainer Wiek.

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Niedrigster Preis seit Anfang 2007

So niedrig waren die Benzinpreise im Durchschnitt zuletzt Anfang 2007. Seit den Rekordständen Anfang Juli verbilligten sich Super und Diesel jeweils um fast 30 Cent. Auch Heizöl wurde deutlich billiger: seit Juli sank der Preis für einen Liter von 1 Euro auf 70 Cent. Das hat einen Ansturm auf die Brennstoffhändler ausgelöst.

Heizöl im freien Fall?

Ursache des Preissturzes bei Heizöl und Sprit ist die Halbierung des Ölpreises seit Juli. Der von Konjunktursorgen als Folge der Finanzkrise ausgelöste rasante Preisverfall beim Rohöl ruft jetzt die in der Organisation Erdöl Exportierender Länder (OPEC) zusammengeschlossenen Erzeugerländer auf den Plan. Die OPEC hat ihr für November geplantes Sondertreffen auf kommende Woche vorverlegt. Die Sondersitzung soll nun am 24. Oktober stattfinden. Beobachter erwarten, dass die Fördermenge gekürzt wird, um ein weiteres Abrutschen der Rohölpreise zu verhindern. Der Ölpreis reagierte umgehend auf die Ankündigung: Im Computerhandel verteuerte sich ein Barrel US-Leichtöl am Freitag um rund 3 Dollar auf 72,87 Dollar. Vorher hatten ein unerwartet starker Anstieg der Lagerbestände an Rohöl und Benzin in den USA den Preis noch in den Keller geschickt.

Übersicht -

Wartezeiten werden immer länger

Die Heizölkunden in Deutschland müssen sich unterdessen mit Lieferfristen von sechs bis acht Wochen abfinden, wie der Konzern Aral laut "Hamburger Abendblatt" mitteilte. Die gefallenen Preise und der Beginn der kalten Jahreszeit führten zu einer Nachfragewelle. Außerdem waren viele Heizöltanks in den Eigenheimen ziemlich leer, weil die Kunden auf fallende Preise gewartet hatten. Die Haushalte müssen Brennstoff kaufen, wollen sie nicht im Winter frieren. In der Phase des teuren Heizöls waren die Abnehmer dazu übergegangen, nicht mehr komplette Tankfüllungen zu bestellen sondern kleinere Mengen und dann je nach Preislage öfter zu ordern. Abgerechnet werden die Liefermengen zum Preis am Tag der Bestellung.

Hausverwalter muss preiswert einkaufen

Eigentümergemeinschaften haben übrigens ein Recht darauf, dass der Hausverwalter Heizöl preiswert einkauft. Er muss sich auf dem Heizölmarkt genau orientieren und das günstigste Angebot heraussuchen, so der Verbraucherschutzverein "Wohnen im Eigentum" in Bonn. Bei Bestellmengen von 10.000 Litern und mehr machten bereits geringe Preisunterschiede von wenigen Cent eine große Ersparnis aus.

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