Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > News > Eigene >

Glos will mit Sonderprogramm Konsum ankurbeln


Konjunktur  

Glos will mit Sonderprogramm Konsum ankurbeln

18.10.2008, 14:06 Uhr | oca, t-online.de, AFP

Bundeswirtschaftsminister Michael GlosBundeswirtschaftsminister Michael Glos Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) will wegen des erwarteten Konjunktureinbruchs mit einem Sonderprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Unternehmen mit frischem Geld versorgen und den Konsum ankurbeln. Das Institut soll "Unternehmen aller Größen" mit 100-Prozent-Finanzierungen ausstatten und deren Hausbanken "bis zu 100 Prozent vom Risiko entlasten", heißt es laut "Focus" in einem internen Papier des Wirtschaftsministeriums. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) lehnte ein Konjunkturprogramm ab. Die SPD will einem Zeitungsbericht zufolge auf ihrem Parteitag über die Forderung nach einem Konjunkturprogramm abstimmen.

Subventionen - Hierfür hat der Staat noch Geld
Gehälter - Was Europas Top-Manager verdienen
Animierte Grafik - So entwickeln sich die deutschen Verbraucherpreise
Kaufkraft - Bundesländer im Vergleich
Quiz - Kennen Sie diese Firmen?

Glos setzt auf Unterstützung von Steinbrück

Um die Konjunktur zu stärken, schlägt Glos laut "Focus" die "Nachfrage stimulierende Maßnahmen" im "Bereich Umwelt und Energieeffizienz" vor. In Frage kommen demnach neben Bauen und Sanierung auch Billig-Kredite für emissions- und verbrauchsarme Autos sowie Haushaltsgeräte. Weil die KfW durch die Rettung der Industriekreditbank rund acht Milliarden Euro Eigenkapital verloren hat, setzt der Wirtschaftsminister auf die Unterstützung von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD).



Kanzlerin zeigt sich offen für Vorschläge

Laut "Welt am Sonntag" hat Glos bereits mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über seine Vorschläge gesprochen. Demnach zeigte sich die Kanzlerin offen für die Vorschläge. Angesichts der weltweiten Finanzkrise hatte die Bundesregierung am Freitag ihre Prognose für das 2009 erwartete Wachstum auf 0,2 Prozent gesenkt.

BDI lehnt staatliches Konjunkturprogramm ab

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) lehnte ein Konjunkturprogramm ab. "Generell halten wir überhaupt nichts von kurzfristigen Konjunkturprogrammen. Das sind stets nur Strohfeuer gewesen, verbranntes Geld", sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf dem Magazin "Focus". "Selbst in dieser Situation sollten wir uns vor unüberlegten Kurzschlusshandlungen hüten."

Ackermann sieht Konjunkturprogramm kritisch

Auch der Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, äußerte sich kritisch. "Im Moment halte ich ein Konjunkturprogramm nicht für erforderlich. Das kann sich aber ändern, wenn sich das Wachstum weiter verlangsamen sollte", sagte er der "Bild am Sonntag". "Wir gehen derzeit für 2009 nicht von einer Rezession, sondern von einer Stagnation aus." Es gebe aber auch Rezessionsrisiken, sagte Ackermann.

SPD will Abstimmung auf Parteitag

Die SPD will einem Zeitungsbericht zufolge auf ihrem Parteitag in Berlin über die Forderung nach einem Konjunkturprogramm abstimmen. Der Parteivorstand habe am Freitag beschlossen, einen entsprechenden Antrag einzubringen, berichtete die "Stuttgarter Zeitung".

Wowereit will Investitionen in Bildung

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) lehnte jedoch ein staatliches Konjunkturprogramme erneut ab. "Wir sollten uns konzentrieren auf Zukunftsinvestitionen, vor allem Investitionen in Bildung", sagte Wowereit der "Welt". Es sei nicht sicher, wann und ob Konjunkturprogramme überhaupt wirken. "Jeder fünfte Arbeitsplatz hängt vom Export ab. Eine Stärkung des Binnenmarktes kann deshalb die Probleme nicht nachhaltig lösen", sagte Wowereit.

Auch NRW-Chefin gegen Konjunkturprogramme

-Auch Nordrhein-Westfalens SPD-Chefin Hannelore Kraft sprach sich gegen ein staatliches Konjunkturprogramm aus. "Wir sollten jetzt keine Schnellschüsse wagen. Die Gefahr ist, dass staatliche Konjunkturprogramme ökonomisch bloß ein Strohfeuer entfachen", sagte Kraft "Welt Online".

Mehr zum Thema:
News, Hintergründe, Ratgeber -
Quiz - Was wissen Sie über die großen Finanzkrisen?
Tauschwirtschaft - Lebenskünstlerin meistert ihr Leben ganz ohne Geld
Trotz Staatsrettung - Teure Partys in Monaco
Nach dem Banken-Hilfsplan Das große Subventions-Wunschkonzert
Börse und Märkte - Das aktuelle Börsen-Geschehen auf einen Blick
Finanzkrise - Wie sicher ist meine Altersvorsorge?

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Der Sommer zieht ein: shoppe Outdoor-Möbel u.v.m.
jetzt auf otto.de
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal