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Yahoo streicht über tausend Jobs


Internet-Konzern  

Yahoo streicht über tausend Jobs

18.11.2008, 09:50 Uhr | cs, t-online.de, dapd, dpa

Yahoo kämpft mit sinkenden Werbeeinnahmen und streicht deshalb Stellen. (Foto: Imago)Yahoo kämpft mit sinkenden Werbeeinnahmen und streicht deshalb Stellen. (Foto: Imago) Der Internet-Konzern Yahoo streicht nach einem deutlichen Gewinneinbruch mindestens zehn Prozent seiner Stellen. Betroffen sind davon weltweit mehr als 1400 Mitarbeiter. Der Gewinn sackte im dritten Quartal um 64 Prozent ab und führte die Serie von miesen Quartalszahlen von Yahoo fort. Im Gesamtjahr werde der Umsatz wegen der Konjunkturflaute schwächer ausfallen als bisher geplant, warnte die Konzernführung.

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Zweite Entlassungswelle in diesem Jahr

Yahoo beschäftigte zuletzt weltweit rund 14.300 Mitarbeiter - davon soll nun rund jeder Zehnte gehen. Damit ist es bereits die zweite Entlassungswelle des Internet-Konzerns in diesem Jahr. Allerdings hatten manche Experten mit noch radikaleren Schritten gerechnet. Die Kürzungen sollen noch vor Jahresende erfolgen.

Werbeanzeigen: Yahoo verliert an Boden

Wegen der Finanzkrise investieren Unternehmen weniger in Internetwerbung. Und das bekommt Yahoo zu spüren: der Überschuss im dritten Quartal fiel um fast zwei Drittel auf 54 Millionen Dollar. Im Vorjahr betrug der Gewinn noch über 151 Dollar. Der Umsatz legte leicht auf 1,8 Milliarden Dollar zu. Der für Experten interessante Nettoumsatz ohne Erlöse der Vertriebspartner stieg um 3 Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar. Im wichtigen Geschäft mit Werbeanzeigen bei der Internetsuche verliert Yahoo immer mehr Boden an den Marktführer Google.

US-Geschäft legt zu

Der Gewinn entsprach den Expertenerwartungen, der Umsatz blieb aber dahinter zurück. Die internationalen Erlöse von Yahoo brachen ein, während das US-Geschäft zulegte. Für das restliche Jahr wurden die Gewinnerwartungen gesenkt. So soll der Unsatz im Gesamtjahr nur noch zwischen 7,2 und 7,4 Milliarden Dollar liegen. Bislang rechnete Yahoo mit bis zu 7,2 Milliarden Dollar. Im Schlussquartal sollen die Erlöse 1,8 bis fast 2 Milliarden Dollar erreichen.

Unternehmen muss fit gemacht werden

Die Aktie gewann nachbörslich rund acht Prozent. Im Tagesverlauf hatte sie noch um mehr als sechs Prozent auf 12,1 Dollar verloren. Yahoo-Mitbegründer und Vorstandschef Jerry Yang sagte, wenn das Unternehmen nun fitter gemacht werde, biete dies die nötige Flexibilität, um in der gegenwärtigen Lage zu bestehen. Yahoo will bei der Online-Werbung zum Teil mit dem Rivalen Google kooperieren. Noch gibt es aber Bedenken der Wettbewerbshüter. Überdies lotet Yahoo Berichten zufolge noch immer eine Partnerschaft mit dem Internet-Portal AOL des Time-Warner-Konzerns aus.

Yahoo wehrt sich gegen Microsoft-Übernahme

Der Druck auf den Mitgründer und Yahoo-Chef Jerry Yang steigt nach Ansicht vieler Beobachter. Im Sommer hatte er eine Übernahme durch den Softwareriesen Microsoft für 33 Dollar je Aktie abgelehnt. Seitdem stürzte der Aktienkurs von Yahoo steil ab. Dies handelte ihm heftige Kritik von Anlegern ein. So sitzt im Verwaltungsrat seit Sommer der streitbare Investor Carl Icahn, der noch immer ein Geschäft mit Microsoft erreichen will.

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