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Jürgen Schneider: Immobilienbetrüger will Banker im Knast sehen


Bankenkrise  

Milliardenpleitier fordert Knast für Banker

22.10.2008, 16:30 Uhr | cs, t-online.de, dapd, AFP

Jürgen Schneider narrte die größten Banken Deutschlands und versenkte so Milliardenkredite. (Foto: dpa)Jürgen Schneider narrte die größten Banken Deutschlands und versenkte so Milliardenkredite. (Foto: dpa) Der einstige Baulöwe Jürgen Schneider geht mit den Bankern hart ins Gericht und hat mit Blick auf die Finanzkrise Haftstrafen für Manager gefordert. "Meiner Meinung nach gehören die Banker, die heute so unverantwortlich handeln, auch ins Gefängnis", sagte der Milliardenpleitier der "Bunten". Schneider hatte in den 90er Jahren Milliarden an Immobilienkrediten in den Sand gesetzt und saß wegen Betrugs selbst Jahre hinter Gittern.

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Den Bankern auf die Finger schauen

Nach Ansicht des 74-Jährigen haben Bankmanager beim Handel mit faulen Krediten "die Spekulationen mit Vorsatz in die Höhe getrieben - genau wie ich damals. Auch sie haben wie ich auf die Zukunft spekuliert. Das ist Betrug und muss hart bestraft werden." Aber auch die Aufsicht habe versagt. "Hätte man den Jungs mal genauer auf die Finger geschaut [...] wären sie garantiert vorsichtiger beim Spekulieren gewesen." Doch die Banken hätten seit seinem Fall nichts dazugelernt.



Schwindel mit geschönten Großprojekten

Schneider hatte in den 80er und 90er Jahren mit geschönten Planungen für Großprojekte Milliardenkredite erhalten. Später flog der Schwindel auf und Schneider wurde 1997 wegen Betrugs zu sechs Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. "Heute, muss ich sagen, ist mein Fall doch Peanuts gegen das, was sich die Banken erlauben", sagte Schneider nun der "Bunten".

"Geld tut denen nicht weh"

Eine Privathaftung bringt nach seiner Ansicht nichts. "Geld tut denen nicht weh. So ein hoher Bankmanager zahlt ein paar Millionen Euro Strafe doch aus der Portokasse. Was die Bankenvorstände jetzt gemacht haben, ist Veruntreuung", meinte Schneider. "Für Banker müssen endlich auch Strafgesetze geschaffen werden, damit so was nicht wieder passiert."

Schneider hat eine Milliarde Euro Schulden

Seine Schulden bezifferte Schneider der Illustrierten zufolge auf offiziell eine Milliarde Euro. Nach der Schneider-Pleite hatte einst der damalige Deutsche-Bank-Chef Hilmar Kopper millionenschwere Verbindlichkeiten gegenüber von Schneider engagierten Handwerkern als "Peanuts" bezeichnet und damit für Empörung gesorgt.

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