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VW-Aktien: Börse stuft Volkswagen im DAX zurück


Börsenturbulenzen  

Börse stuft VW im DAX zurück - Porsche reagiert

20.11.2008, 20:15 Uhr | oca/ bb/ mmr, dpa, t-online.de

VW: Börse zieht Konsequenz aus Kurs-Kapriolen (Foto: dpa)VW: Börse zieht Konsequenz aus Kurs-Kapriolen (Foto: dpa) Angesichts der jüngsten Kurskapriolen bei der Volkswagen-Aktie wird der Anteil des Autobauers im deutschen Leitindex DAX zurückgestuft. Die Volkswagen-Stammaktien sollen zu Handelsbeginn am kommenden Montag maximal ein Gewicht von zehn Prozent haben, entschied die Deutsche Börse bei einer außerordentlichen Anpassung des wichtigsten deutschen Börsenbarometers. Damit reagiert die Börse auf den exorbitanten Höhenflug der VW-Aktien. Außerdem kündigte Porsche an, zur Kursberuhigung Gewinnsicherungspositionen in VW-Aktien aufzulösen. Die VW-Aktie stürzt daraufhin zeitweise um mehr als 40 Prozent ab.

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VW-Exzesse sollen beendet werden

Porsche will weitere Turbulenzen des VW-Kurses verhindern und löst dazu bei entsprechender Marktlage Optionen von bis zu fünf Prozent der VW-Stammaktien auf. Das kündigte das Unternehmen am Mittwochmorgen an. Dadurch erhöhe sich die Anzahl frei handelbarer Papiere. Spekulativ handelnde Leerverkäufer mussten sich in den vergangenen Tagen mit den Papieren eindecken, um ihre Lieferverpflichtungen zu erfüllen. Das hatte in den vergangnen Tagen zu einem Kursanstieg der VW-Aktie bis auf mehr als 1000 Euro geführt. Nun gerieten die VW-Titel an der Börse deutlich unter Druck. Nach einem Schlusskurs am Dienstag bei 945 Euro kostete eine VW-Aktie am Vormittag zeitweise nur noch 510 Euro, erholte sich dann aber wieder auf gut 600 Euro.



Porsche weist Verantwortung zurück

Die Kurskapriolen der vergangenen Tage waren auf eine zu geringe Anzahl verfügbarer Aktien zurückgeführt worden. Porsche weist in einer Mitteilung jegliche Verantwortung für diese Marktverwerfungen und die daraus resultierenden Risiken zurück. Porsche betonte, die Kursturbulenzen bei VW-Stammaktien seien von Leerverkäufern zu verantworten. Das Unternehmen sei während dieser Kursbewegungen nicht im Markt aktiv gewesen und habe die kapitalmarktrechtlichen Vorschriften zu jeder Zeit beachtet, teilten die Stuttgarter mit:

Zeitweise teuerstes Unternehmen der Welt

Auch die Am Dienstagabend hatte der Anteil von Volkswagen am DAX zum Handelsschluss 27 Prozent betragen. Mit einem Kurs von mehr als 1000 Euro war der Konzern nach Marktkapitalisierung zeitweise sogar das teuerste Unternehmen der Welt. Das Börsenbarometer soll allerdings den Wert aller 30 bedeutendsten deutschen Aktiengesellschaften repräsentieren. In der Regel wird die sogenannte Kappungsgrenze von maximal zehn Prozent pro Firma nur alle drei Monate kontrolliert, der massive Kursanstieg der VW-Aktie löste nun aber eine außerordentliche Anpassung aus. Sie erfolgte laut Börse im Rahmen der bestehenden Index-Regeln.

Hedge Fonds überrascht

Die VW-Aktien hatten ihren Wert in den vergangenen Tagen vervielfacht, nachdem Porsche mitgeteilt hatte, dass der Konzern bereits mehr als 70 Prozent der Anteile besitzt oder Optionen darauf hält. Davon wurden vor allem zahlreiche Hedge Fonds überrascht, die auf sinkende Kurse gewettet hatten. Sie haben nun Schwierigkeiten, ihre von anderen Investoren ausgeliehenen und dann verkauften Aktien zurückzuerwerben. Dies trieb die Kurse unabhängig vom fundamentalen Wert der Firma in astronomische Höhen.

Probleme auch für andere Investoren

Der hohe Anteil von Volkswagen am DAX machte aber auch anderen Investoren wie etwa "normalen" Aktienfonds zu schaffen, die Aktienauswahl an der Entwicklung des DAX messen. Fonds, die wegen der extrem hohen Bewertung der Volkswagen-Aktien kaum Volkswagen-Papiere im Depot hatten, schnitten bei dem massiven Anstieg der Volkswagen-Aktien vergleichsweise schlecht ab.



VW-Anteil wird auch im Stoxx reduziert

Auch der Index-Anbieter Stoxx entschied am Dienstagabend, den Anteil von Volkswagen in seinen Indizes wie dem EuroSTOXX 50 zu reduzieren. Für die Berechnungen werde von Freitag an unterstellt, dass der frei handelbare Anteil von Volkswagen-Stammaktien nur noch gut 37 statt bisher knapp 50 Prozent betrage. Obwohl die Indexüberprüfung normalerweise nur quartalsweise erfolge, hätten die Gremien des Unternehmens entschieden, nun eine Ausnahme zu machen. Der EuroSTOXX ist das wichtigste Börsenbarometer in der Eurozone.

Ministerpräsident erstaunt über Entwicklung

Der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff äußerte sich erstaunt über die rasante VW-Entwicklung der vergangenen Tage. Er glaube, dass einige Akteure zweistellige Milliardenbeträge verloren und andere gewonnen hätten. Demnach sei unklar, um wen es sich dabei handelt. Er gehe davon aus, dass manche viel mehr Optionen auf die VW-Aktie kauften als sie brauchten. Diese Entwicklung schade dem Unternehmen. Wichtig sei mehr Transparenz. Niedersachsen will laut Wulff seine gut 20-prozentigen Anteile an dem Wolfsburger Unternehmen behalten. Wenn das Land seine Aktien verkaufen würde, würde der Kurs ins Bodenlose stürzen, sagte der Ministerpräsident.

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