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Deutsche Bahn: Mehr Geld für Bahn-Chef Mehdorn


Deutsche Bahn  

Tiefensee zunehmend unter Druck

01.11.2008, 13:00 Uhr | lgs/ mfu, dpa, dapd, t-online.de, dpa-AFX

Verkehrsminister Tiefensee steht unter Beschuss. (Foto: dpa)Verkehrsminister Tiefensee steht unter Beschuss. (Foto: dpa) Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) gerät im Streit um Bonuszahlungen und Gehaltserhöhungen für das Bahn-Management zunehmend unter Druck. Der Verkehrsausschuss des Bundestages will am kommenden Mittwoch die Vorgänge unter die Lupe nehmen und den Minister befragen. Es geht um die Frage, ob Tiefensee die vom Personalausschuss des Bahn-Aufsichtsrates am 24. Juni beschlossene Sonderprämie für den Fall eines Börsengangs früher hätte verhindern können.

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Sonderprämien für Bahnvorstände

Für den Börsengang sollen die Vorstandsmitglieder nach dpa-Informationen zwischen 100.000 und 140.000 Euro als "Event-Tantieme" erhalten. Hinzu kommt "eine Erfolgstantieme, deren Höhe von dem durch den Börsengang erzielten Erlös abhängt", heißt es im Börsenprospekt. Sollten für die 24,9 Prozent der Bahntochter DB Mobility Logistics die erhofften 4,5 bis 5 Milliarden Euro erzielt werden, bekäme Mehdorn laut "Süddeutscher Zeitung" ("SZ") insgesamt 560.000 Euro.

Satte Lohnerhöhungen für Bahnmanager

Daneben sollen die Vorstände der Deutschen Bahn (DB) im nächsten Jahr deutlich mehr Geld bekommen. Bei den Grundgehältern sei eine starke Aufstockung vorgesehen, schreibt die "SZ" und beruft sich auf den bislang unter Verschluss gehaltenen Prospekt für den geplanten Börsengang des Verkehrskonzerns. Die Steigerungen betrügen teilweise 20 Prozent und mehr.

Mehr Geld für Mehdorn

Das Gehalt von Bahnchef Hartmut Mehdorn steigt demnach von 750.000 auf 900.000 Euro. Mehdorns Leistungszulage könnte im für ihn günstigen Fall in diesem Jahr 2,99 Millionen Euro, im nächsten Jahr 3,51 Millionen Euro betragen. Besonders hoch fielen die Zuwächse bei Personalchefin Margret Suckale aus, die im günstigsten Fall 2009 fast zwei Millionen Euro Sonderhonorar bekommen könnte. Die Bahn habe auf Anfrage der "SZ" erklärt, 2007 seien die Vorstandsbezüge im Vergleich zum Vorjahr gesunken. "Die Vergütung liegt nach wie vor im unteren marktüblichen Bereich."

Minister im Kreuzfeuer

Kritik an Tiefensee kam nicht nur von der Opposition, sondern auch aus der Union. Der Minister müsse erklären, warum er seinen Staatssekretär Matthias von Randow erst jetzt entlassen habe, obwohl der Minister angeblich seit September von der Bonus-Entscheidung gewusst habe, sagte der haushaltspolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Steffen Kampeter, der dpa. "Es mutet seltsam an, dass ein Börsenprospekt (mit Angaben zu den Boni) in der Leitung des Ministeriums keine Rolle gespielt haben soll." Ähnlich äußerte sich der CDU-Verkehrsexperte Dirk Fischer. Tiefensee "bringt sich selbst wahrlich in keine gute Situation", sagte er der "Financial Times Deutschland".

Was wusste Tiefensee

Grünen-Fraktionschef Fritz Kuhn erklärte, entweder habe Tiefensee über geplante Bonuszahlungen beim Börsengang früher Bescheid gewusst als behauptet oder wesentliche Aspekte des Börsenprospektes nicht gekannt. Beides disqualifiziere ihn. Dagegen sagte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm, Tiefensee habe das Vertrauen der Kanzlerin. Maßstab für die Entscheidung, den Staatssekretär zu entlassen, sei die Frage, ob ein Vertrauensverhältnis noch gegeben sei.

Entlassung wegen Bahn-Boni

Tiefensee hatte Randow am Mittwoch mit der Begründung entlassen, dieser habe ihn nicht über den Bonus-Beschluss im Personalausschuss des Aufsichtsrates informiert. Ministeriumssprecher Rainer Lingenthal räumte ein, Tiefensee sei zwar Mitte September bereits von seinem Staatssekretär unterrichtet worden. Er feuerte ihn aber nicht sofort, weil der ursprünglich für den 27. Oktober geplante Börsengang nicht gefährdet werden sollte. Dieser wurde Anfang Oktober im Zuge der internationalen Finanzkrise allerdings abgeblasen.

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