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EU-Kommission prophezeit Null-Wachstum


Deutsche Wirtschaft  

EU-Kommission prophezeit Null-Wachstum

03.11.2008, 20:41 Uhr | cs, dpa, t-online.de

Gutachten: die deutsche Wirtschaft stagniert 2009 (Foto: imago)Gutachten: die deutsche Wirtschaft stagniert 2009 (Foto: imago) Die konjunkturellen Aussichten in Deutschland verfinstern sich. Nun erwartet auch die Europäische Kommission für die deutsche Wirtschaft im kommenden Jahr einen Stillstand. Angesichts der Finanzkrise senkte die Kommission ihre Wachstumsprognose drastisch auf null Prozent. Das teilte die Behörde in Brüssel mit. In ihrem Frühjahrs-Gutachten war die Kommission noch von einem Wachstum von 1,5 Prozent ausgegangen.

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EU-Regierungen müssen handeln

Für das Euro-Gebiet senkte Brüssel seine Prognose von 1,5 auf 0,1 Prozent, für die 27 EU-Mitgliedstaaten von 1,8 auf 0,2 Prozent. Großbritannien und Irland dürften in eine Rezession gleiten. "Der wirtschaftliche Horizont hat sich beträchtlich eingetrübt", sagte Wirtschaftskommissar Joaquín Almunia. Die Finanzkrise ziehe Wirtschaft und Verbrauchervertrauen in Mitleidenschaft. "Wir brauchen auf EU-Ebene koordiniertes Handeln, um die Wirtschaft zu stützen, ähnlich dem, was wir im Bankensektor unternommen haben."

Exportabhängigkeit kommt zum Tragen

Grund für das deutsche Nullwachstum ist Brüssel zufolge auch die Exportabhängigkeit der Bundesrepublik. Der Abschwung in wichtigen Partnerländern, die Probleme auf den Immobilienmärkten sowie der starke Euro dürften zu einer abrupten Verlangsamung des Export-Wachstums von 4,5 Prozent 2008 auf gut 1 Prozent 2009 führen. Gleichzeitig hätten die hohen Nahrungsmittel- und Energiepreise der privaten Nachfrage einen Dämpfer verpasst.

Zerplatzte Wachstumsträume (Grafik: dpa)Zerplatzte Wachstumsträume (Grafik: dpa)

Regierung senkte Prognose

Die Bundesregierung hatte zuletzt ihre Wachstumsprognose wegen der Finanzkrise für 2009 von 1,2 auf 0,2 Prozent gesenkt. Deutschlands Staatsdefizit dürfte der Brüsseler Prognose zufolge 2009 0,2 Prozent betragen. Der Euro-Stabilitätspakt erlaubt maximal drei Prozent. "Deutschland hat einen mehr oder weniger ausgeglichenen Staatshaushalt und hat somit die Möglichkeit, die Steuerpolitik zu nutzen, um die Nachfrage zu stützen", folgerte Almunia. Die Bundesregierung müsse nun entscheiden, "wie und wann sie diesen Spielraum nutzen" wolle.

2008 noch solides Wachstum

Für das laufende Jahr erwartet die Kommission für Deutschland noch ein Wachstum von 1,7 Prozent. Das Wachstum in der Eurozone dürfte 2008 noch 1,2 Prozent betragen, in der EU 1,4 Prozent.

Rezession breitet sich aus

Insgesamt rechnet die Behörde im kommenden Jahr in fünf EU-Staaten mit einer Rezession. Neben Großbritannien mit einem Minus von einem Prozent und Irland mit einem Minus von 0,9 Prozent sind auch Spanien, Estland und Lettland betroffen. In Frankreich, Italien, Slowenien und Litauen rechnet Brüssel mit einer Stagnation. Dagegen nimmt der Inflationsdruck laut der Prognose in Folge der fallenden Ölpreise ab.

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