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Rheinmetall wird voll von Autoflaute erfasst


Autozulieferer  

Rheinmetall wird voll von Autoflaute erfasst

10.11.2008, 18:59 Uhr | mfu, dpa, t-online.de

Rheinmetall wird voll von der Autokrise erfasst. (Foto: dpa)Rheinmetall wird voll von der Autokrise erfasst. (Foto: dpa) Die Flaute in der Automobilindustrie erreicht jetzt auch den Autozulieferer und Rüstungskonzern Rheinmetall. Im dritten Quartal brachen die Aufträge ein, auch Umsatz und Ergebnis gingen zurück. Das Düsseldorfer Unternehmen geht nicht mehr davon aus, seine selbst gesteckten Ziele erreichen zu können. Die Hoffnung von Rheinmetall ruhen nun auf dem Rüstungsgeschäft.

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"Schwieriges Jahr mit besonderen Herausforderungen"

Die unsichere Situation in der Autobranche lasse eine "Bestätigung der bisherigen Mittelfristziele nicht zu", wie Rheinmetall am Mittwoch in Düsseldorf mitteilte. 2009 werde für die Automobilindustrie "ein schwieriges Jahr mit besonderen Herausforderungen". Bislang wollte Rheinmetall im kommenden Jahr Umsatz und Ergebnis weiter steigern und bis 2010 eine Marge beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von neun Prozent erreichen.

Einbruch bei Bestellungen

Die Aufträge gingen allein in den ersten neuen Monaten aufgrund merklicher Zurückhaltung der Autobauer von fast 3 auf rund 2,8 Milliarden Euro zurück, wie das Unternehmen mitteilte. Der Umsatz hielt sich mit 2,83 Milliarden Euro nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Das EBIT verbesserte sich leicht von 157 auf 163 Millionen Euro, der Gewinn wuchs von 79 auf 85 Millionen Euro. Rheinmetall hatte bereits vor zwei Wochen einen ersten Einblick in den Geschäftsverlauf gegeben. Die Automobilhersteller hätten ihre Bestellungen "drastisch" reduziert, hieß es damals. Das Unternehmen geht nun davon aus, dass das EBIT im Gesamtjahr auf 250 bis 260 Millionen Euro sinken wird. Vor einem Jahr hatte der Konzern mit seinen 21.271 Mitarbeitern operativ noch 270 Millionen Euro verdient.

Herbe Kursverluste

Trotz der Probleme im Automobilsektor bleibt Konzernchef Klaus Eberhardt optimistisch. Das liegt vor allem am Rüstungsgeschäft: Die nachhaltig gute Entwicklung im internationalen Defence-Geschäft gibt uns die notwendige Robustheit, selbst unter schwierigeren konjunkturellen Bedingungen." Die Anleger zeigten sich dennoch beunruhigt: Die Rheinmetall-Aktie verlor zeitweise über zehn Prozent ihres Werts, konnte sich aber inzwischen von ihren Tiefstständen erholen.

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