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Euro-Zone: EZB-Chefvolkswirt befürchtet lange Wirtschaftsflaute


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Euro-Zone droht lange Wirtschaftsflaute

06.11.2008, 12:01 Uhr | bv, AFP , t-online.de

EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark (Foto: imago)EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark (Foto: imago) Die drohende Wirtschaftsflaute hat nach Ansicht der Europäischen Zentralbank (EZB) eine andere Qualität als bisherige Abschwünge. "Diesmal ist die Situation doch gravierender: Die Probleme im Bankensektor haben dramatische Auswirkungen, mit denen wir teils Jahre zu tun haben werden", sagte EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark bei einer Veranstaltung der "Financial Times Deutschland". Hinzu kämen Probleme in Schlüsselindustrien, vor allem in der Autobranche.

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Sehr niedriges Wachstum 2009

Stark fürchtet daher eine lang anhaltende Wirtschaftsflaute im Euro-Raum: "Wir werden bis deutlich ins Jahr 2009 hinein sehr niedriges Wachstum haben", sagte er. Optimistisch zeigte sich Stark allerdings mit Blick auf die Entwicklung der Verbraucherpreise.

Entwarnung an der Inflationsfront

Die Situation habe sich "dramatisch geändert", der Druck der Rohstoffpreise habe sich deutlich verringert: "Gleichzeitig hat sich die wirtschaftliche Dynamik so abgeschwächt, dass wir wahrscheinlich in den nächsten Monaten und Quartalen kaum Zweitrundeneffekte sehen werden." Als Zweitrundeneffekte gelten weitere Preissteigerungen, die etwa aus Einkommenssteigerungen entstehen, die bereits eine Antwort auf eine hohe Inflation sind.

Geldmärkte funktionieren immer noch nicht

"Fakt ist, dass die Geldmärkte nicht funktionieren", sagte Stark. Wenn es aber zwischen den Banken nicht laufe, dann müsse sichergestellt sein, dass der Geldverkehr zwischen den Banken und der Zentralbank funktioniert. Deshalb habe die EZB weitere Möglichkeiten geschaffen, damit sich die Banken bei ihr Geld leihen können: "Wir haben sozusagen unser Arsenal verbreitert." Das strukturelle Problem des mangelnden Vertrauens könne die EZB aber nicht lösen, erklärte Stark.

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