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Medien: ProSiebenSat.1 kappt Gewinnprognose - RTL steigert Umsatz


Medien  

ProSiebenSat.1 kappt Gewinnprognose

07.11.2008, 09:35 Uhr | mfu, dpa, t-online.de

ProSiebenSat.1 streicht die Gewinnprognose. (Foto: dpa)ProSiebenSat.1 streicht die Gewinnprognose. (Foto: dpa) Der TV-Konzern ProSiebenSat.1 rutscht immer weiter in die Krise. Schon vor einigen Wochen hat die angeschlagene Sendergruppe ihre Gewinnprognose nach unten korrigiert. Jetzt musste sich ProSiebenSat.1 angesichts mieser Werbeeinnahmen auch von diesen Zielen verabschieden. In diesem Jahr erwartet der Konzern überhaupt keinen Gewinn mehr. Der scheidende Konzernchef Guillaume de Posch kündigte neue Einsparungen an. Ganz anders ist Lage beim Hauptkonkurrenten RTL. Europas größter Fernsehanbieter konnte in den ersten neun Monaten 2008 seinen Umsatz und operativen Gewinn steigern.

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Sinkende Umsätze

Noch im August ging ProSiebenSat.1 von einem Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 670 bis 700 Millionen Euro aus. Doch diese Prognose gelte nun nicht mehr, teilte ein Sprecher des Unternehmens mit. Im dritten Quartal fiel der Umsatz von 668 auf 646 Millionen Euro. Unter dem Strich stand ein Minus von 10,7 Millionen Euro nach einem Minus von knapp 78 Millionen Euro im Vorjahr. Damals hatte aber ein Bußgeld des Bundeskartellamtes in Höhe von 120 Millionen Euro ein tiefes Loch in die Kasse gerissen.

Herbe Kursverluste

Zu kämpfen hat ProSiebenSat.1 vor allem mit der Vermarktung seiner Werbezeiten. Hinzu kommt ein Schuldenberg von rund 3,6 Milliarden Euro wegen der Übernahme der skandinavischen Senderkette SBS im vergangenen Jahr.Die Börse quittierte die schlechte Nachricht mit deutlichen Kursabschlägen. Die ProSiebenSat.1 verliert über acht Prozent ihres Werts.

Konzentration auf das Wesentliche

Vorstandschef Guillaume de Posch schwört nun seine Mitarbeiter in einem Brief auf harte Zeiten ein: "Wie viele andere Marktteilnehmer müssen auch wir unser Haus winterfest machen. Nur durch striktes Kostenmanagement können wir die Zukunft der ProSiebenSat.1 Group sichern." Der Konzern werde sich "auf die Must-Haves konzentrieren", erklärte de Posch. "Das bedeutet auf die für unser Unternehmen in diesem ungünstigen Marktumfeld wirklich wesentlichen Aktivitäten."

Höhe der Einsparungen noch unbekannt

Die Höhe der Einsparungen lasse sich derzeit nicht beziffern, da die Budgetplanungen für 2009 noch liefen, sagte der Sprecher. Bislang seien Einsparungen von 70 Millionen Euro bis Jahresende vorgesehen. Konzerchef Guillaume de Posch dürfte dies nur noch wenig kümmern, da er das Unternehmen zum Jahresende verlässt.

RTL steigert Umsatz und Gewinn

Ganz andere Zahlen präsentiert dagegen die RTL Group aus Luxemburg, eine der Hauptkonkurrenten von ProSiebenSat.1. Der Fernsehkonzern hat in den ersten neun Monaten 2008 seinen Umsatz und operativen Gewinn leicht steigern können. Der Umsatz kletterte von 4,04 Milliarden Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres auf 4,05 Milliarden Euro, teilte die RTL Group mit. Bereinigt um Portfolio- und Wechselkurseffekte stieg der Umsatz um 1,4 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro.

RTL bleibt optimistisch

Das operative Ergebnis stieg im selben Zeitraum um 1,6 Prozent von 568 auf 577 Millionen Euro. Die TV-Werbemärkte in Deutschland und den Niederlanden seien gewachsen, während die RTL-Beteiligungen in Spanien und Frankreich mit rückläufigen Werbeeinnahmen zu kämpfen gehabt hätten, hieß es. Für den Rest des Jahres 2008 bleibt das Management der RTL Group trotz des Konjunkturklimas und der geringen Vorhersehbarkeit von Werbebuchungen vorsichtig optimistisch. Vorstandschef Gerhard Zeiler hatte Mitte des Jahres die Prognose ausgegeben, das Ergebnis aus dem Vorjahr steigern zu wollen.


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