Sie sind hier: Home > Finanzen > Unternehmen >

Pilotenstreik bei Air France legt Flugverkehr lahm


Luftfahrt  

Pilotenstreik bei Air France legt Flugverkehr lahm

14.11.2008, 15:19 Uhr | mash

Nichts geht mehr: Air-France-Maschinen auf französischem Flughafen (Foto: AFP)Nichts geht mehr: Air-France-Maschinen auf französischem Flughafen (Foto: AFP) Ein viertägiger Pilotenstreik bei der französischen Fluggesellschaft Air France führt zu teils chaotischen Zuständen im Luftverkehr. 40 Prozent der Auslandsflüge und jeder zweite Inlandsflug in Frankreich fielen bereits aus. Manche Verbindungen wurden erst in letzter Minute gestrichen, wie die Fluggesellschaft bekanntgab. An den Flughafenschaltern kam es zu turbulenten Szenen. Auch über das Wochenende ist mit schweren Störungen zu rechnen. Der Streik soll noch bis Montag um Mitternacht dauern.

Quiz - Erkennen Sie die Fluggesellschaften an den Heckflossen?
Fotoshow - Der Airbus A380
Fortune-Ranking - Die größten Konzerne weltweit

Verschärfung der Lage am Wochenende - auch in Deutschland

Auch Verbindungen von und nach Deutschland waren stark betroffen: So wurden zwischen Paris und Frankfurt am Main von 18 Hin- und Rückflügen zehn gestrichen. Laut der Pilotengewerkschaft SNPL beteiligten sich 80 Prozent der Piloten an dem Streik. Sie rechnet für das Wochenende mit einer Verschärfung der Lage. Noch habe Air France Piloten einsetzen können, die nicht streikten, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft. Deren Zahl sei aber zu gering, um den Flugbetrieb mit den üblichen Ruhepausen in den nächsten Tagen auf dem Niveau des ersten Streiktages aufrecht zu erhalten.

Zum längeren Arbeiten verpflichtet?

Die Piloten protestieren gegen die geplante Anhebung ihres maximalen Flugalters von 60 auf 65 Jahre. Sie fürchten, aus der Option werde in absehbarer Zeit die Pflicht zur längeren Arbeitszeit werden. Des weiteren befürchten die Piloten Einbußen bei der Rente, wenn sie wie bisher mit 60 Jahren ausscheiden.

"Streik ist sinnlos und gefährlich"

Air-France-Chef France Jean-Cyril Spinetta bezeichnete den Streik als sinnlos und wies ihn als "unnötig und gefährlich" zurück. Er werde das Unternehmen mitten in der Wirtschaftskrise um die 100 Millionen Euro kosten. In einem Brief an alle Piloten schrieb er, es bleibe der freiwilligen Entscheidung der Mitarbeiter überlassen, ob sie künftig bis 65 arbeiten wollen.

Flugbegleiter wollen ebenfalls streiken

Die SNPL hält dagegen und fordert eine Rücknahme der Gesetzesänderung. Auch die Flugbegleiter von Air France wollen gegen die Arbeitszeitflexibilisierung streiken. Einen ersten Termin für den 1. November haben sie allerdings auf den Dezember verschoben, in der Hoffnung, die Regierung komme ihnen bis dahin entgegen.

Betroffene Passagiere: Umtausch oder Geld zurück

Betroffene Air-France-Passagiere dürfen Tickets für Flüge während des Pilotenstreiks kostenlos umbuchen oder sich erstatten lassen, teilte das Unternehmen mit. Wird ein Flug wegen des Streiks gestrichen oder ist er mehr als fünf Stunden verspätet, erhalten die Passagiere das Geld zurück. Alternativ zur Rückzahlung des Geldes kann das Ticket auch gegen einen Gutschein getauscht werden - dies gilt selbst bei planmäßigen Abflügen. Die Fluggesellschaft will auch die Kosten übernehmen, wenn Passagiere wegen streikbedingter Verspätungen und geänderter Flugzeiten ein Mietauto in Anspruch nehmen oder per Zug weiterreisen müssen. Sitzen Passagiere beim Umsteigen fest, weil ihr Weiterflug ausfällt, zahlt Air France wenn nötig auch eine Übernachtung während der Wartezeit auf den nächsten Flug.

Mehr zum Thema:
Angriff auf Lufthansa - Emirates senkt Preise
Flugreisen -
Bilder - Der Emirates-A380 von innen
VW, Audi & Co. - Deutschlands wertvollste Marken

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal