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Obama will Schuldenabbau für Konjunktur zurückstellen


US-Konjunktur  

Obama will Schuldenabbau für Konjunktur zurückstellen

17.11.2008, 11:21 Uhr | sky, dpa-AFX, AFP, t-online.de

Der künftige US-Präsident Barack Obama (Foto: ddp)Der künftige US-Präsident Barack Obama (Foto: ddp) Der künftige US-Präsident Barack Obama will die schwächelnde Konjunktur in den USA mit staatlichen Hilfen ankurbeln und den Schuldenabbau dafür vorerst zurückstellen. Wirtschaftsexperten von links und rechts seien sich einig, "dass wir tun müssen, was auch immer nötig ist, um diese Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen", sagte Obama in einem Interview des Fernsehsenders CBS. Obama forderte erneut staatliche Hilfen für die angeschlagenen Autobauer.

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Defizit-Abbau auch 2010 nachrangig

In den USA bestehe Konsens darüber, "dass wir uns im kommenden Jahr oder sogar im Jahr danach keine Sorgen über das Defizit machen sollten", sagte Obama in seinem ersten großen Fernseh-Interview seit seinem Wahlsieg am 4. November. Vorläufig sei es am wichtigsten, eine wachsende Rezession zu verhindern. Es sei auch noch nicht genug unternommen worden, um das Vertrauen in die Finanz- und Verbrauchermärkte wieder herzustellen, sagte der 47-Jährige.

Obama für Stütze der Autobranche

Obama sagte, es wäre ein "Desaster", falls die US-Regierung die Autoindustrie zusammenbrechen lassen sollte. Es dürfe jedoch auch keinen Blankoscheck für sie geben, sagte Obama. Auch für in Not geratene Eigenheimbesitzer stellte er ein gezieltes Hilfsprogramm in Aussicht. Damit wolle er die Welle von Zwangsvollstreckungen eindämmen.

Notprogramm greift noch nicht

Obama lobte in dem Interview die Arbeit von Finanzminister Henry Paulson, der "unermüdlich" unter schwierigen Bedingungen im Einsatz sei. Aber Paulson wäre wohl der erste, der einräumen würde, dass wahrscheinlich nicht alle bisher beschlossenen Maßnahmen zur Stabilisierung der Finanzmärkte "so gewirkt haben, wie er es sich erhofft hat", sagte Obama.

Stellen neu besetzt

Am Sonntag hatte Obama weitere wichtige Posten im Weißen Haus besetzt. Sein früherer Stabschef im Senat, Pete Rouse, soll sein enger Berater werden. Zu stellvertretenden Stabschefs des Weißen Hauses ernannte Obama Mona Sutphen und Jim Messina. Sutphen bringt Erfahrungen aus dem Auswärtigen Dienst mit, Messina arbeitete für mehrere Kongressabgeordnete. Bereits zwei Tage nach seiner Wahl zum Präsidenten hatte Obama den demokratischen Kongressabgeordneten Rahm Emanuel zu seinem Stabschef im Weißen Haus ernannt.

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