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Yahoo: Konzernchef Jerry Yang tritt zurück


Yahoo  

Yahoo-Chef Yang tritt zurück - Nachfolger gesucht

18.11.2008, 12:33 Uhr | sky, dpa-AFX, t-online.de

Yahoo-Chef Jerry Yang wirft das Handtuch (Foto: AFP)Yahoo-Chef Jerry Yang wirft das Handtuch (Foto: AFP) Der Chef des krisengeschüttelten Internet-Konzerns Yahoo, Jerry Yang, hat seinen Rücktritt angekündigt. Der 40-jährige Mitgründer zieht damit die Konsequenzen aus dem massiven Druck nach der im Sommer geplatzten Übernahme durch den Softwarekonzern Microsoft. Der Rückzug Yangs heizte umgehend neue Übernahmespekulationen an. Yahoo kämpft mit sinkenden Gewinnen und streicht derzeit weltweit rund zehn Prozent der Stellen. Die Börse reagierte auf die Nachricht mit Begeisterung.

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Yang sucht seinen Nachfolger

Zusammen mit dem Verwaltungsrat werde Yang einen Nachfolger suchen und während dieser Zeit noch im Amt bleiben. In Frage kämen sowohl interne als euch externe Kandidaten, teilte das US-Unternehmen in Sunnyvale in Kalifornien mit. Yang soll auch künftig wichtige Aufgaben für Yahoo wahrnehmen und wie bisher dem Verwaltungsrat angehören. Yang hatte Yahoo 1994 mit gegründet und hatte erst im Juni vergangenen Jahres selbst wieder das Ruder übernommen, um das Unternehmen zurück in die Erfolgsspur zu führen. Der Konzern leidet vor allem unter dem Wettbewerb mit dem Rivalen Google.

Google gab Yahoo einen Korb

Microsoft hatte Yahoo vor einigen Monaten für mehr als 40 Milliarden Dollar kaufen wollen, um gemeinsam die Dominanz des Internet-Konzerns Google im boomenden Geschäft mit Werbung rund um die Online-Suche zu brechen. Yang lehnte jedoch mehrfach ab und wollte stattdessen eine Allianz mit Google eingehen. Google ließ die Pläne wegen Bedenken der Wettbewerbshüter und Protesten von Werbekunden platzen.

Kurssturz nach Ablehnung der Offerte

Zahlreiche Aktionäre wie der streitbare Großinvestor Carl Icahn hatten Yang für seinen Kurs scharf kritisiert. Viele Anteilseigner verloren durch das Nein zur Microsoft-Offerte hohe Summen, denn der Aktienkurs des Unternehmens stürzte seither deutlich ab. Als Yang von Microsoft einen Kaufpreis von 37 Dollar je Aktie forderte, zog Microsoft die Offerte zurück. Microsoft hatte am Schluss 33 Dollar je Yahoo-Aktie geboten, zum Handelsschluss am Montag notierte sie mit minus 0,2 Prozent bei 10,63 Dollar. Die Aktie legte am Dienstag im Frankfurter Handel bis 12.15 Uhr um 16,4 Prozent auf 9,75 Euro zu.

Microsoft will nicht mehr

Microsoft hatte zuletzt mehrfach offiziell betont, keine neue Offerte mehr abgeben zu wollen. Zugleich aber sorgten Äußerungen von Yang und Microsoft-Chef Steve Ballmer immer wieder für Spekulationen. Berichten zufolge sprach Yahoo auch wiederholt mit dem Internet-Portal AOL aus dem Time-Warner-Konzern über ein Zusammengehen.

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