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Ölpreis stützt Konjunktur: DIW geht von Milliarden-Entlastung aus


Ölpreis stützt Konjunktur  

Milliarden-Entlastung durch sinkende Ölpreise

19.11.2008, 11:50 Uhr | sky, dpa-AFX, AFP, t-online.de

Tanken frisst immer weniger Geld (Foto: imago)Tanken frisst immer weniger Geld (Foto: imago) Der sinkende Ölpreis entlastet deutsche Bürger und Unternehmen einem Zeitungsbericht zufolge in Milliardenhöhe. Wie die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) berichtet, führt der Preisrückgang bei Öl und Benzin seit Anfang Juli bis Jahresende zu Einsparungen von mehr als zehn Milliarden Euro. "Die deutsche Volkswirtschaft wird bis Jahresende um mindestens zehn Milliarden Euro entlastet", sagte die DIW-Energieexpertin Claudia Kemfert der Zeitung.

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Milliarden-Ersparnis auch durch Gaspreis

Für das erste Halbjahr 2009 rechnet das DIW mit zusätzlichen Einsparungen in ähnlicher Größenordnung. Sollte der Gaspreis um bis zu 30 Prozent sinken, würde die Volkswirtschaft um weitere neun Milliarden entlastet, sagte Kemfert der Zeitung. Damit könnten die Einsparungen für Bürger und Unternehmen innerhalb von zwölf Monaten gut 19 Milliarden Euro betragen. "Sinkende Energiepreise sind daher ein echtes Konjunkturprogramm", sagte Kemfert der "Bild"-Zeitung.

 

Erdöl fällt wieder

Derweil sind die Ölpreise wegen der Aussicht auf eine weitere Kürzung der Fördermenge durch die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) zunächst leicht gestiegen - um dann wieder nachzugeben. Im asiatischen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) Rohöl der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) mit Auslieferung im Januar 56,20 US-Dollar und damit 71 Cent mehr als am Vortag. Ein Fass Rohöl der Nordseesorte Brent verteuerte sich um 42 Cent auf 54,64 Dollar. Im europäischen Handel ging es jedoch wieder bergab: Gegen 11.15 Uhr notierte der Barrel WTI nur noch bei 54,48 Dollar.

OPEC steuert gegen

Der Rohstoffexperte Frank Schallenberger von der Landesbank Baden-Württemberg erwartet, dass die OPEC die Fördermenge auf einem Sondergipfel Ende des Monats weiter senken wird. Das Ölkartell dürfte dann voraussichtlich eine Million Barrel pro Tag weniger fördern. Damit werde sich die Angebotskürzung der OPEC seit Mitte September auf drei Millionen Barrel pro Tag summieren. Auch wenn die weltweite Ölnachfrage wegen der Wirtschaftsflaute im kommenden Jahr sinken dürfte, ist sich der Experte Schallenberger sicher: "Zwischen Angebot und Nachfrage wird demnächst eine sehr große Lücke klaffen."

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