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Heizöl-Händler unter Druck: Kunden verlangen Nachlass


Heizöl  

Heizöl-Händler unter Druck: Kunden verlangen Nachlass

21.11.2008, 11:38 Uhr | dpa, t-online.de

Heizöl wird immer billiger (Foto: dpa)Heizöl wird immer billiger (Foto: dpa) Der rapide Preisverfall beim Heizöl bringt die Händler unter Druck: Innerhalb einer Woche sind die Preise für 100 Liter Heizöl nach einer Übersicht des Energie-Informationsdienstes EID um 4,30 Euro auf 62,90 Euro gefallen. Das ist der Durchschnitt aus 14 großen deutschen Städten vom Freitag. Verglichen mit dem Stand vor vier Wochen beträgt der Preisrückgang 11,60 Euro je 100 Liter. Wer sein Heizöl bereits vor einiger Zeit bestellt hat und nun beliefert wird, muss den höheren Tagespreis zum Zeitpunkt der Bestellung bezahlen - was leicht mehrere 100 Euro ausmachen kann. Viele Kunden verlangen von den Heizölhändlern Preisnachlässe.

Unmut unter Heizölkunden

Die Kunden sind an den Preis am Tag der Bestellung ebenso gebunden wie der Händler. Die Bestellung kann nach der Rechtsprechung nicht einfach storniert werden, da es sich bei Heizöl um einen schwankenden Markt mit Tagespreisen handelt. Der Händler kauft seinerseits bei seinem Vorlieferanten zum Tagespreis ein und muss dessen Rechnung bezahlen. "Viele Händler versuchen dem Kunden entgegenzukommen, aber das geht voll auf die Marge", sagte Uwe Cassens, Geschäftsführer der Region Nord des Gesamtverbandes des Deutschen Brennstoff- und Mineralölhandels (GDBM). Niemand in der Branche habe vorhersehen können, dass der Preis für Rohöl innerhalb von nicht einmal fünf Monaten um 100 Dollar je Barrel (159 Liter) fallen könnte. Der Preis für einen Barrel der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) lag zuletzt bei 49,62 US-Dollar.

Engpässe in Süddeutschland

Allerdings habe sich das Problem laut Cassens schon entspannt, weil ein großer Teil des Auftragsstaus abgebaut sei. Der Heizölhandel hatte vor allem im September und Oktober vor dem Beginn der Heizperiode bei fallenden Preisen einen Auftragsboom erlebt und war mit den Lieferungen kaum noch nachgekommen. Mittlerweile hat sich die Lage überwiegend normalisiert; in einigen Regionen vor allem in Süddeutschland gibt es jedoch noch Engpässe. Das liegt an Lieferausfällen bayerischer Raffinerien.

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