Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > News > Eigene >

Finanzkrise: BayernLB will doch keine Kapitalspritze vom Bund


Bankenkrise  

BayernLB will doch keine Kapitalspritze vom Bund

24.11.2008, 14:17 Uhr | bv, dpa-AFX, AFP, t-online.de

BayernLB - Neue Strategie für Sanierung? (Foto: imago)BayernLB - Neue Strategie für Sanierung? (Foto: imago) Die angeschlagene BayernLB will nun offenbar doch keine staatliche Finanzspritze beantragen. Bei den Eigentümern der Bank habe es einen Strategiewechsel gegeben, schreibt die "Financial Times Deutschland" (FTD). Sie wollten das Institut nun selbst mit frischem Geld versorgen, hieß es unter Berufung auf das Umfeld des bayerischen Finanzministeriums.

Ist mein Geld noch sicher? - Antworten im Special zur Finanzkrise
Quiz - Welche Bank steckt hinter diesem Logo?
Ranking - Vorstandsgehälter der DAX-Bosse

Nur Bürgschaften und Kreditgarantien?

Statt einer Kapitalspritze des Bankenrettungsfonds Soffin in Höhe von 5,4 Milliarden Euro sehe die neue Finanzstrategie für die BayernLB lediglich die Beantragung von Kreditgarantien und Bürgschaften im Umfang von zehn Milliarden Euro vor, hieß es weiter in dem Bericht. Wie ein Sprecher der BayernLB der Zeitung sagte, habe der Verwaltungsrat der Landesbank bereits vor einem Monat beschlossen, eine alternative Finanzierung der Kapitalerhöhung durch die Eigentümer zu prüfen. Freistaat und Sparkassen könnten bei einer stufenweisen Kapitalerhöhung drei Milliarden Euro einbringen.

Orientierung am Sanierungskonzept der LBBW

Mit dem Strategieschwenk bei der Sicherung der BayernLB würden sich die Eigentümer am Sicherungskonzept für die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) orientieren. Deren Eigentümer - das Land Baden-Württemberg, die Sparkassen des Landes und die Stadt Stuttgart - hatten in der vergangenen Woche beschlossen, eine Kapitalspritze von fünf Milliarden Euro selbst zu tragen statt auf das Rettungspaket der Bundesregierung zuzugreifen.

Drei Milliarden Euro Verlust erwartet

Eine Sprecherin des Finanzministeriums sagte in München, derzeit würden zur Zukunft der BayernLB eine Reihe von Gesprächen mit dem Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung geführt. Auch die BayernLB verwies auf laufende Gespräche. Die BayernLB ist nach der LBBW die zweitgrößte Landesbank in Deutschland. Sie stellt sich angesichts der Finanzkrise im laufenden Jahr auf einen Verlust von drei Milliarden Euro ein.

Mehr Themen:
Rezession - 2009 wird schlimmstes Wirtschaftsjahr seit dem Krieg
Staatsbürgschaft - 30 Milliarden für die HSH Nordbank
Finanzkrise - Rettungsfonds sagt Hypo Real Estate neue Milliarden zu
Landesbanken - LBBW bekommt Milliardenspritze
Island - LBBW schreibt 350 Millionen Euro ab
Gehälter - Was Europas Top-Manager verdienen

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Nur dieses Wochenende versandkostenfrei bestellen!
Code: GRATISVERSAND19 bei MADELEINE

shopping-portal