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Weltbank sieht nur noch 7,5 Prozent Wachstum in China


Konjunktur  

Weltbank sieht nur noch 7,5 Prozent Wachstum in China

25.11.2008, 09:16 Uhr | sky, AFP, dpa-AFX, t-online.de

Skyline von Shanghai (Foto: Reuters)Skyline von Shanghai (Foto: Reuters) Die Weltbank erwartet in China nur noch 7,5 Prozent Wachstum im kommenden Jahr. Angesichts der globalen Finanzkrise haben die Experten der Weltbank damit ihre Erwartungen für die viertgrößte Volkswirtschaft der Erde von bisher 9,2 Prozent deutlich reduziert - auf den niedrigsten Wert seit 19 Jahren.


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Hoffen auf Staatsprogramm

Für dieses Jahr rechnen die Weltbank-Experten mit einem Wachstum von 9,4 Prozent in China. 2007 war die Wirtschaft der Volksrepublik noch um 11,9 Prozent und damit das fünfte Jahr in Folge zweistellig gewachsen. Bei der Vorlage des vierteljährlichen Konjunkturberichts in Peking sagte Weltbank-Ökonom Louis Kuijs, das erwartete Wachstum werde zur Hälfte von Ausgaben getragen, die von Regierung und Behörden beeinflusst würden. Dieser staatliche Anteil liege 1,5 Prozentpunkte höher als noch 2007. Das Anfang des Monats angekündigte chinesische Konjunkturprogramm mit einem Umfang von umgerechnet 586 Milliarden US-Dollar (455 Milliarden Euro) biete allerdings auch eine Gelegenheit zur nötigen Umstrukturierung der chinesischen Wirtschaft.

China weiter attraktiv

Trotz der weltweiten Finanzkrise, die auch in China das hohe Wachstum bremst, sind europäische Unternehmen "grundsätzlich optimistisch" über ihre Geschäftsmöglichkeiten in der Volksrepublik. Das Wachstumspotenzial sei weiter groß, ergab der diesjährige Vertrauensindex der Europäischen Handelskammer in China. "Die diesjährige Umfrage bestätigt, dass China für europäische Unternehmen der wichtigste aufstrebende Markt ist", sagte Kammerpräsident Jörg Wuttke. Angesichts des wirtschaftlichen Abschwungs weltweit könne China möglicherweise noch an Bedeutung gewinnen.

Kritik an Korruption

Investitionen in China würden aber weiter behindert durch mangelnde behördliche Transparenz, wachsenden wirtschaftlichen Nationalismus, Verstöße gegen den Urheberrechtsschutz und willkürliche Anwendung von Umweltschutzbestimmungen. Eine Lösung dieser Probleme könne wirksam dazu beitragen, das innerchinesische Wachstum anzukurbeln.

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