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Computerhersteller: Hewlett-Packard trotzt der Krise


Computerindustrie  

Hewlett-Packard trotzt der Krise

25.11.2008, 14:36 Uhr | fre, dapd, dpa-AFX, t-online.de

Hewlett Packard verdient prächtig mit seinen Computern (Bild: Imago)Hewlett Packard verdient prächtig mit seinen Computern (Bild: Imago) Der US-Computerkonzern Hewlett-Packard trotzt dank seines starken Notebook-Geschäfts der weltweiten Konjunkturflaute. Das kalifornische Unternehmen meldete einen Gewinn von 2,1 Milliarden Dollar (1,64 Milliarden Euro) für das vierte Geschäftsquartal. Das war ein nur leichter Rückgang von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr; Analysten hatten schlechtere Zahlen erwartet. Im Gesamtjahr verdiente das Unternehmen 8,3 Milliarden Dollar, 15 Prozent mehr als 2007. Für die Zukunft sieht Vorstandschef Mark Hurd das Unternehmen trotz der erwarteten weltweiten Rezession gut aufgestellt.

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Auch in Deutschland fallen Jobs weg

HP konnte in den drei Ende Oktober abgelaufenen Monaten Geräte im Wert von 6,3 Milliarden Dollar verkaufen, ein Plus von 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dies konnte Rückgänge in anderen Bereichen wie bei den Druckern und einigen Server-Produkten ausgleichen. HP-Chef Hurd sagte bei der Präsentation der Zahlen, das konjunkturelle Umfeld werde schwieriger und weniger vorhersehbar. Er rechnet dennoch damit, das HP dank seines massiven Kostensenkungsprogramms gestärkt aus der Krise hervorgehen könnte. Das Unternehmen hatte kürzlich angekündigt, weltweit 24.600 Stellen zu streichen, nahezu acht Prozent seiner 320.000 Jobs, um mehr als 1 Milliarde Dollar im Jahr zu sparen. In Deutschland, wo für HP bisher 8500 und für EDS weitere 4200 Beschäftigte arbeiten, sollen in den kommenden zwei Jahren insgesamt 1400 Arbeitsplätze entfallen. Der Umsatz stieg im vierten Quartal um 19 Prozent auf 33 Milliarden Dollar. Grund war die Übernahme von Electronic Data Systems (EDS) durch HP für 13,9 Milliarden Dollar, die zu einem Umsatzplus von 3,9 Milliarden Dollar führte. Im Gesamtjahr verbesserte HP seinen Umsatz ebenfalls kräftig um 13 Prozent auf 118,4 Milliarden Dollar.



Service-Geschäft wächst

Der weltgrößte PC-Hersteller Hewlett-Packard (HP) will nach einem Gewinnsprung im abgelaufenen Geschäftsjahr den düsteren Konjunkturaussichten auch künftig trotzen. Der Konzern bekräftigte seine jüngsten Ergebnis- und Umsatzprognosen. Während Konkurrent Dell zuletzt nach sinkenden Gewinnen eine schwache Nachfrage angesichts der Finanzkrise beklagte, profitierte HP erneut von stark steigenden Notebook-Verkäufen und dem wachsenden Service-Geschäft.

8,3 Milliarden Dollar Überschuss

"Wir haben nur Einfluss auf die Dinge, die wir kontrollieren können, und das ist unsere Kostenstruktur und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Produkte", sagte Hurd. Vor rund drei Jahren hatte Hurd den Führungsposten bei HP übernommen und seither dem Unternehmen eine Schlankheitskur verordnet. Man werde auch künftig Reiseausgaben und Neueinstellungen begrenzen und bei Forschungsprojekten einsparen, sagte HP-Finanzchefin Cathie Lesjak der Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Im vierten Geschäftsquartal fiel der Überschuss leicht um zwei Prozent auf 2,1 Milliarden Dollar. Unter anderem belasten Abschreibungen durch den EDS-Kauf das Ergebnis.

PC-Geschäft macht nur ein Drittel des Umsatzes aus

Selbst im PC-Markt hatte HP mit einer runderneuerten Produktpalette und neuen, abgespeckten Laptops (Netbooks) im unteren Marktsegment im abgeschlossenen Quartal ein Umsatzplus von zehn Prozent erzielt. Anders als der Rivale Dell, dem HP vor etwa zwei Jahren die Spitzenposition im weltweiten PC-Markt abgerungen hatte, ist das Unternehmen mit Sitz im kalifornischen Palo Alto mit seinen Produkten allerdings auch breiter aufgestellt und damit für eine Krise besser gerüstet. Während Dell über die Hälfte seines Umsatzes mit Personal Computern macht, trägt das PC-Geschäft bei Hewlett-Packard neben dem Service- und Druckergeschäft nur etwa ein Drittel zum Gesamtumsatzes bei.

Jeder fünfte PC ist von Dell

Der Umsatz kletterte im Schlussquartal um 19 Prozent auf 33,6 Milliarden Dollar. Ohne EDS stiegen die Erlöse um fünf Prozent. Die Notebook-Umsätze legten um 21 Prozent zu, dagegen fielen die Erlöse bei Desktops, Druckern und Servern. Die Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika war dank des starken Euros größter Wachstumstreiber (plus 22 Prozent). Mehr als zwei Drittel der Umsätze erzielt HP außerhalb der USA. HP hatte bereits vor knapp einer Woche überraschend erste Zahlen zum vergangenen Quartal sowie eine Prognose für das bereits laufende Geschäftsjahr bekanntgegeben. Der Konzern übertraf die Erwartungen der Experten. Im weltweiten PC-Geschäft kommt HP nach den jüngsten Daten des Marktforschers Gartner auf einen Marktanteil von 18,4 Prozent vor Dell mit 13,6 Prozent. Auf Platz drei holte der taiwanesische Computerbauer Acer mit mittlerweile 12,5 Prozent deutlich auf.

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