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Verivox: Nur wenige Versorger senken die Gaspreise


Gaspreise  

Nur wenige Versorger senken die Gaspreise

01.12.2008, 08:52 Uhr | sky, AFP, dpa-AFX, t-online.de

Hat Europa bald noch genug Gas? (Foto: dpa)Hat Europa bald noch genug Gas? (Foto: dpa) Trotz des Ölpreis-Verfalls darf sich nur ein kleiner Teil der Verbraucher in Deutschland über fallende Gaspreise freuen: Nach Angaben des Verbraucher-Magazins Verivox senken 92  Versorger in 98 Liefergebieten zum 1. Dezember oder 1. Januar die Preise. Im Schnitt fallen die Preise für einen typischen Haushalt um 5,3 Prozent oder 87 Euro auf 1564 Euro. Insgesamt gibt es in Deutschland aber rund 750 Versorger. Und von denen erhöhen sogar 37 Anbieter die Preise im Dezember, im Januar werden 66 weitere Versorger mehr Geld von ihren Kunden verlangen - das Plus liegt im Schnitt bei zehn Prozent.

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Typischen Verbrauch berechnet

Verivox wertete die Preise für typische Haushaltskunden bei einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh und einer Heizleistung von 15 kW aus. Berücksichtigt wurden die günstigsten Angebote lokaler Versorger, soweit diese im Internet veröffentlicht werden. Nur begrenzt verfügbare Angebote wurden nicht berücksichtigt, wie Verivox t-online.de/wirtschaft mitteilte.

522 Euro Unterschied

Die Preise zwischen den insgesamt 244 von Verivox gelisteten Angeboten unterscheiden sich stark: An erster Stelle liegen die Stadtwerke Achim in Niedersachsen. Verbraucher können sich hier ab dem 1. Januar auf 1287 Euro einstellen. Das Unternehmen senkt laut Verivox den Preis um 13,6 Prozent oder 203 Euro. Das zweitgünstigste Angebot kommt mit 1351 Euro aus Baden-Württemberg von der Energieversorgung Filstal - und sie hebt sogar ihren Tarif sogar zum 1. Dezember um 2,3 Prozent oder 31 Euro an. Die teuerste von Verivox gefundene Offerte stammt von den Stadtwerken Stendal, die den Tarif zu Neujahr um satte 9,4 Prozent oder 155 Euro auf 1809 Euro verteuert.

Sinkender Ölpreis kommt nicht an

Der Gaspreis ist laut einer Selbst-Verpflichtung der Industrie zwar an den Ölpreis gekoppelt und folgt ihm damit im Abstand von etwa sechs Monaten nach. In der vergangenen Woche war der US-Ölpreis erstmals seit dreieinhalb Jahren unter die Marke von 50 US-Dollar gefallen, beim Rekordhoch im Juli war er knapp dreimal so teuer. Allerdings sind neben dem reinen Rohstoff noch Entgelte für die Netznutzung und ferner Steuern für den Staat zu entrichten. Daher profitieren Verbraucher in Deutschland noch längst nicht überall vom sinkenden Ölpreis.

Skepsis ist Kunden-Pflicht

Eine Verivox-Sprecherin sagte, Verbraucher sollten angesichts der hohen Gaspreise überprüfen, ob sie bei ihrem derzeitigen Anbieter schon den günstigsten Tarif gebucht hätten. Diese Tarife böten die meisten Unternehmen nicht von sich aus an, Gaskunden sollten daher selbst aktiv werden.

Hoher Preis im Winter

Da der Ölpreis erst im Juli seinen Höchststand von rund 147 Dollar erreicht hatte, dürften die Gaspreise ferner erst in den kommenden Monaten und damit gegen Ende der Heizsaison sinken. Experten gehen die angekündigten Tarifsenkungen der Versorger allerdings nicht weit genug. "Es gibt Spielraum für Senkungen um bis zu 30 Prozent. Das sollten die Versorger jetzt nutzen", sagte Energie-Expertin Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung.

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