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Autokrise: 8000 Autohäuser vor dem Aus


Finanzkrise  

8000 Autohäuser vor dem Aus

11.12.2008, 19:35 Uhr | oca, dpa-AFX, dpa, AFP, t-online.de

Die Finanzkrise trifft die Autobranche mit voller Wucht. (Foto: Imago)Die Finanzkrise trifft die Autobranche mit voller Wucht. (Foto: Imago) Die Krise der Automobilindustrie trifft einem Pressebericht zufolge nun auch die Händler und Werkstätten mit voller Wucht. "Für 20 Prozent der Betriebe wird es im ersten Halbjahr 2009 eng", sagte ein Sprecher des Zentralverbandes des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZdK) der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). Von den 39.000 Betrieben wären demnach 8000 bedroht.

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30.000 Jobs gefährdet

Bereits für 2008 rechne der ZdK mit 1200 Insolvenzen - doppelt so viele wie im Vorjahr. 30.000 Jobs seien dadurch gefährdet. "Zwei Drittel der Betriebe schreiben rote Zahlen", sagte der ZdK-Sprecher, "das ist die schwierigste Phase, die unsere Branche je erlebt hat".


Mercedes Lueg schließt drei Niederlassungen

Laut "WAZ" will die Bochumer Lueg Gruppe, Deutschlands größter Mercedes-Händler, die Autohäuser in Marl, Gladbeck und Gelsenkirchen mit rund 80 Beschäftigten schließen. "Uns hat die Absatzkrise in der Automobilbranche regelrecht überrollt", sagte der Betriebsratschef Horst Kampmeier der Zeitung. Lueg-Chef Jürgen Tauscher habe die Schließungen nicht bestätigen wollen, entsprechende Überlegungen jedoch eingeräumt. Er habe zudem die Streichung von 100 bis 130 Stellen angekündigt. Der Abbau beziehe sich allein auf die Mercedes-Sparte mit derzeit 1070 Beschäftigten, hieß es.

Weiterer Autozulieferer meldet Insolvenz an

Unterdessen hat die Krise auf dem Automarkt ein weiteres Opfer unter den Zulieferern gefordert. Der unterfränkische Autozulieferer Wagon Automotive aus Waldaschaff habe beim Amtsgericht Aschaffenburg Insolvenz angemeldet, sagte Geschäftsführer Helge Bender und bestätigte damit einen Bericht des "Main-Echo". Indessen wollen die deutschen Autohersteller den vielen notleidenden Zulieferern möglicherweise mit einem Hilfsfonds unter die Arme greifen. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) arbeitet derzeit am Aufbau eines solchen Fonds. "Es gibt im VDA solche Überlegungen", sagte ein Verbandssprecher und bestätigte damit einen Bericht der "WAZ".


Auch Tedrive insolvent

Am Vortag hatte der Autozulieferer Tedrive bereits Insolvenz angemeldet. Dabei sind die beiden deutschen Gesellschaften Tedrive Germany in Düren und Tedrive Steering in Wülfrath mit zusammen 1500 Beschäftigten betroffen. Der Mittelständler fertigt Lenksysteme und Antriebswellen. Unterdessen haben sich beim Leverkusener Bremsbeläge-Hersteller TMD Friction nach der Insolvenzanmeldung mehrere potenzielle Investoren gemeldet.


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