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Bisherige nationale Rettungsbemühungen


Autoindustrie  

Bisherige nationale Rettungsbemühungen

12.12.2008, 15:58 Uhr | oca, t-online.de

USA: Die Lage ist dramatisch. Der Staat will prinzipiell helfen, verlangt aber eine radikale Sanierung und die Umstellung auf umweltfreundlichere Modelle. Während vor allem Demokraten die "Großen Drei" als "too big to fall" ansehen, sträuben sich die Republikaner gegen immer weitere Hilfen - sie fürchten ein Fass ohne Boden. Zudem sind sie verärgert, dass sich die Gewerkschaften gegen Lohneinbußen wehren. Im US-Senat ist auch deshalb ein 14 Milliarden Dollar schweres Rettungspaket für die Konzerne General Motors (GM), Chrysler und Ford vorerst gescheitert. GM und Chrysler brauchen nach eigenen Angaben mehrere Milliarden Dollar, um sich ins neue Jahr zu retten. Ein Problem ist, dass sich die USA in der sogenannten Übergangsphase befinden und der neue Präsident Barack Obama erst am 20. Januar sein Amt antritt.

Russland

Das Land hat besonders drastische Maßnahmen zum Schutz der einheimischen Autoindustrie ergriffen und schottet seinen Markt ab. Russland erhöht den Einfuhrzoll für Neuwagen zum Schutz der heimischen Fahrzeugindustrie von 25 auf 30 Prozent, auch der Einfuhrzoll für Gebrauchtwagen, steigt deutlich. Mit den Importzöllen sollen Fahrzeuge so verteuert werden, dass sich die Einfuhr nicht mehr lohnt und mehr einheimische Autos gekauft werden.


Frankreich

Auch Frankreich setzt auf den Schutz der heimischen Marken. Im Rahmen des 26 Milliarden Euro schweren Konjunkturpakets will Frankreich zusammen mit Industriepartnern einen Fonds für die Autobranche von 300 Millionen Euro auflegen. Die Nutznießer müssten aber zusagen, keine Produktion ins Ausland zu verlagern. Außerdem fördert Frankreich den Autoabsatz, um die "Halde" von einer Million Neuwagen abzubauen. So wird für Käufer abgasarmer Neuwagen die Verschrottungsprämie für Altautos von 300 auf 1000 Euro erhöht. Außerdem wird die Prämie auf Lieferwagen ausgeweitet, die zumeist aus heimischer Fertigung stammen. Die Regierung macht zudem eine Milliarde Kreditlinien für Darlehen zum Autokauf locker.

Deutschland

Die Bundesregierung will bis Weihnachten über eine Bürgschaft von einer Milliarde Euro für die GM-Tochter Opel entscheiden. Zudem sollen im Rahmen des Konjunkturpakets in Höhe von 12 Milliarden Euro Käufer eines neuen Autos befristet von der Kfz- Steuer befreit werden, um den Absatz aller Marken wieder anzukurbeln. Voraussetzung: Das Fahrzeug muss zwischen dem 5. November 2008 und Ende Juni 2009 erstmals zugelassen werden. Die Kfz-Steuer entfällt ein Jahr lang für alle Neuwagen. Für besonders schadstoffarme Autos soll die Befreiung insgesamt maximal zwei Jahre lang gelten.



Schweden

Die stark angeschlagenen Autohersteller Volvo und Saab bekommen Milliarden-Unterstützung von der schwedischen Regierung - die Tochterfirmen von Ford (Volvo) und GM (Saab) leiden unter den Problemen der US-Autobauer. Schweden will insgesamt 28 Milliarden Kronen (2,6 Mrd Euro) für Volvo und Saab bereitstellen.

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