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Konjunktur: Deutsche Wirtschaft wird laut DIW-Chef nicht schrumpfen


Konjunktur  

DIW-Chef : Deutsche Wirtschaft wird nicht schrumpfen

12.12.2008, 20:17 Uhr | mfu, AFP, dpa, t-online.de

 Deutschland ist gut aufgestellt. (Foto:ddp) Deutschland ist gut aufgestellt. (Foto:ddp) Derzeit überbieten sich die führenden deutschen Wirtschaftsforscher mit düsteren Vorhersagen. Am Mittwoch sagte das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) voraus, dass die deutsche Wirtschaft im kommenden Jahr um 2,0 Prozent schrumpfen werde. Norbert Walter, Chef-Volkswirt bei der Deutschen Bank rechnet im ungünstigsten Fall sogar mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um vier Prozent. Den Pessimismus vieler Ökonomen will der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Klaus Zimmermann, nicht teilen. Die deutsche Wirtschaft wird seiner Ansicht nach nicht schrumpfen. Ein anderer prominenter Forscher rät derweil seinen Kollegen sich mit Negativprognosen zurückzuhalten.

Zimmermann sieht Deutschland gut aufgestellt

"Ich bin deutlich optimistischer und rechne nicht damit, dass wir 2009 unter die Null rutschen", sagte Zimmermann der Zeitung "Die Welt". Dazu seien die Signale aus den Unternehmen zu unterschiedlich. Deutschland sei in vieler Hinsicht gut aufgestellt. "Deshalb wird uns die Krise nicht so schlimm treffen, wie dies heute viele befürchten."

Warnung vor Aktionismus

Vor dem Konjunkturgipfel bei Kanzlerin Angela Merkel am Wochenende warnte Zimmermann davor, "in Aktionismus zu verfallen". Eine panikartige Stimmung könne viel kaputt machen. Derzeit werde jedes negative Signal nach vorne gezogen, die positiven Zeichen würden ignoriert. "Das ist sehr gefährlich, weil man dann nicht mehr mittelfristig denkt und die Chancen nicht mehr erkennt."



IW-Chef Hüther warnt vor voreiligen Prognosen

Der Chef des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, hat seine Kollegen dazu aufgefordert, sich mit Prognosen zurückzuhalten. "Experten müssen sich öfter hinstellen und sagen: Wir wissen nicht, wie schlimm die Krise wird", sagte Hüther der "Augsburger Allgemeinen". "Mit Vorhersagen sollte man momentan sehr vorsichtig sein. Wir stehen ziemlich nackt da, weil unsere Modelle in solchen außergewöhnlichen Situationen nicht greifen", sagte Hüther. Man müsse den Menschen sagen, dass derzeit getroffene Vorhersagen nicht eine ebenso hohe Trefferwahrscheinlichkeit erreichten wie in anderen Zeiten.

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