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Opel fährt dank Insignia Sonderschicht


Autokrise  

Opel fährt dank Insignia Sonderschicht

16.12.2008, 09:29 Uhr | sky, dpa-AFX , dpa , AFP

Opel Insignia (Foto: dpa)Opel Insignia (Foto: dpa) Trotz der schweren Absatzkrise fährt der angeschlagene Autobauer Opel im Werk Rüsselsheim an Samstagen Sonderschichten. Grund sei die hohe Zahl der Vorbestellungen für die neue Mittelklasselimousine Insignia, berichtete die "Bild"-Zeitung. Opel-Chef Hans Demant sagte dem Blatt: "Allein in Deutschland liegen bereits mehr als 10.000 Bestellungen vor und mehr als eine halbe Million Interessenten waren bei Veranstaltungen und Opel-Händlern." Die positive Nachricht war allerdings die einzige aus der Branche.

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Entscheidung über Opel-Hilfe in Kürze

Das sei ein "gutes Zeichen in sonst schwierigen Zeiten für die Automobilindustrie und eine tolle Bestätigung" des neuen Modells, erläuterte Demant. Opel hatte vor kurzem umfangreiche Staatshilfen beantragt. Eine Entscheidung wurde von Berlin bis Weihnachten angekündigt. Bei den Verhandlungen geht es unter anderem darum, wie verhindert werden kann, dass Hilfen für Opel nicht an den angeschlagenen US-Mutterkonzern General Motors abfließen.

Kräftiger Einbruch bei den Zulassungen

Unterdessen verbuchten die deutschen Autobauer in Europa im November gegenüber dem Vorjahr kräftige Rückgänge bei den Pkw-Neuzulassungen. Besonders schlimm erwischte es BMW mit einem Minus von 30,9 Prozent auf 50.801 Stück, wie der europäische Branchenverband ACEA in Brüssel mitteilte. Der Marktanteil der Münchener sank von 5,9 auf 5,4 Prozent. Daimler verzeichnete ein Zulassungsminus von 24,5 Prozent auf 53.826 Stück. Der Marktanteil stieg dennoch leicht von 5,7 auf 5,8 Prozent. Bei Volkswagen gingen die Zulassungen um 17,4 Prozent auf 213.196 Einheiten zurück (Marktanteil 22,9 nach 20,5 Prozent).


Auto-Zulassungen brechen ein (Grafik: dpa)Auto-Zulassungen brechen ein (Grafik: dpa) #

Auch US-Marken im Minus

Die Zahlen bedeuteten wie erwartet nichts Gutes für die deutschen Autobauer, sagte ein Händler in einer ersten Reaktion. Auch die Opel-Mutter General Motors (GM) geriet unter die Räder, sie musste einen Rückgang um 37,5 Prozent auf 76.383 Einheiten hinnehmen und büßte beim Marktanteil kräftig auf 8,2 nach 9,7 Prozent ein. Ford hielt sich mit minus 19,6 Prozent auf 96.053 Stück noch vergleichsweise gut. Der Marktanteil stieg von 9,5 auf 10,3 Prozent.

Toyota unter Druck

Auch aus Asien gibt es negative Nachrichten: Japans größter Autobauer Toyota Motor muss wegen der globalen Absatzkrise verstärkt auf die Kostenbremse treten. Wie japanische Medien unter Berufung auf informierte Kreise berichteten, hat der Branchenprimus ein gemeinsames Projekt mit dem heimischen Kleinwagenbauer Isuzu Motors zur Entwicklung eines Dieselmotors auf Eis gelegt. Die Motoren sollten ursprünglich in Kleinwagen für den europäischen Markt eingebaut werden. Zudem plane Japans größter Autobauer, ein neues Werk im US-Staat Mississippi mindestens ein Jahr später in Betrieb zu nehmen als geplant. Eigentlich wollte Toyota dort ab 2010 den Hybrid-Wagen Prius bauen.

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