Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > News > Eigene >

USA: Pornoindustrie fordert Soforthilfe vom Staat


Rettungspaket  

US-Pornoindustrie fordert Soforthilfe vom Staat

09.01.2009, 20:06 Uhr | cs, dpa, AFP, t-online.de

Kein Risiko: Die USA soll der Pornoindustrie unter die Arme greifen (Foto: Archiv)Kein Risiko: Die USA soll der Pornoindustrie unter die Arme greifen (Foto: Archiv) Die US-Sexbranche ist scharf auf Staatsknete. So hat Pornolegende Larry Flynt vom "Hustler Magazine" ein Rettungspaket in Höhe von fünf Milliarden US-Dollar gefordert. Die Sparte stehe zwar noch lange nicht vor dem Zusammenbruch, "aber warum soll man ein Risiko eingehen?", hieß es in der offenbar nicht ganz ernst gemeinten Erklärung. Bereits im Sommer 2008 konnte sich die Pornoindustrie unverhofft über staatliche Subventionen freuen.

Top Ten - Die zehn reichsten Deutschen
Video - Sind Frauen die besseren Anleger?

Pornos verdienen auch Aufmerksamkeit

Porno-Verleger Flynt und der Sex-Filmer Joe Francis wiesen darauf hin, dass die Pornoindustrie in den USA einen jährlichen Umsatz von 13 Milliarden Dollar mache. "Der Kongress will den wichtigsten Unternehmen helfen, da verdienen auch wir Aufmerksamkeit", heißt es in der Erklärung.

Kongress soll sexuellen Appetit in den USA wecken

Francis zufolge gingen Verleih und Verkauf von Sex-DVDs im vergangenen Jahr um gut ein Fünftel zurück." Die Menschen seien durch die Wirtschaftsmisere zu depressiv, um sexuell aktiv zu sein, erläuterte Flynt. "Es ist Zeit für den Kongress, den sexuellen Appetit Amerikas wieder aufzufrischen. Der einzige Weg dahin ist die Unterstützung der Pornoindustrie - und zwar rasch." Daher sei jetzt der Kongress gefordert: Dieser müsse der Sex-Branche helfen. "Das ist nämlich sehr ungesund für eine Nation - Amerikaner können zwar ohne Autos oder so was auskommen, aber eben nicht ohne Sex."

Sexbranche mit robusten Geschäften

Dabei geht es der Pornoindustrie gar nicht so schlecht. Während die Weltbörsen dramatische Verluste erlitten, konnte etwa der Hedge Fonds AdultVest, der vor allem in die Sexbranche investiert, 2008 einen Zuwachs von rund 50 Prozent verzeichnen. Dennoch kämpfen auch die Erotikkonzerne mit fallenden Verkaufszahlen. So fiel der Filmabsatz seit 2005 um jährlich rund 15 Prozent. Selbst das Wachstum im Onlinesegment konnte diesen Umsatzwegbruch nicht kompensieren. Schuld sind vor allem kostenlose Pornoangebote wie PornHub oder YouPorn, die wie YouTube das Einstellen von Clips ermöglichen und den etablierten Seiten massiv Kunden streitig machen.

Pornoboom durch Steuergeschenke

Dass der Staat durchaus - nicht ganz gewollte - Geschenke für die Pornoindustrie bereithält, zeigen die Steuergeschenke des Sommer 2008. Damals hatte die Regierung Bush den Amerikanern zum Teil hohe Steuerentlastungen gewährt und Schecks über bis zu 1200 US-Dollar verschickte. Eigentlich sollte dies den stockenden Konsum ankurbeln. Viele Bürger nutzten den Geldsegen für kostenpflichtige Pornoseiten, die einen wahren Abonnenten-Boom erlebten. Jilian Fox von der Pornoseite LSGmodels.com sagte zu dem warmen Geldsegen. "Ich denke, es ist nicht in Präsident Bushs Sinn, dass die Leute sich Pornos von dem Geld kaufen - aber wir freuen uns natürlich darüber."

Mehr Themen:
Finanzkrise - US-Verschuldung bald bei einer Billion US-Dollar
Merckle-Selbstmord - "Die Ohnmacht, nicht mehr handeln zu können"
Rückblick - Die außergewöhnlichsten Wirtschaftspannen 2008
Deutsche Industrie - Kreditklemme nähert sich
Sexy Girls und heiße Bilder
Softwareload

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
70 Jahre: jede Woche neue Geburtstagsdeals entdecken
jetzt auf otto.de
Anzeige
15,- € Gutschein für Sie - nur bis zum 22.09.2019
bei MADELEINE

shopping-portal