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Software-Hersteller Satyam beichtet Milliardenbetrug


Indien  

Software-Hersteller Satyam beichtet Milliardenbetrug

08.01.2009, 12:39 Uhr | mash, dpa-AFX, t-online.de

Zerfließen ins Nirvana: In Satyam-Aktien investierte Rupien (Foto: imago)Zerfließen ins Nirvana: In Satyam-Aktien investierte Rupien (Foto: imago) Milliardenbetrug bei einem der größten indischen Software-Hersteller: Der Software-Entwickler Satyam soll seine Bilanzen in den vergangenen Jahren massiv geschönt haben. Die Aktien des Unternehmens stürzten binnen weniger Stunden um fast 78 Prozent ab und rissen den indischen Leitindex mit in die Tiefe.

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Firmengründer: Erst die Beichte, dann der Rücktritt

Firmengründer und Vorstandschef Ramalinga Raju gab in einem Schreiben an den Aufsichtsrat Fehlbeträge von etwa 71 Milliarden Rupien (1,07 Milliarden Euro) zu und trat zurück, wie die indische Nachrichtenagentur PTI berichtete.

Indische Regierung leitet Verfahren ein

Allein das Unternehmensvermögen sei um umgerechnet 760 Millionen Euro zu hoch angegeben worden. Die Regierung kündigte an, ein Ermittlungsverfahren wegen Betruges einleiten zu lassen.

Indischer Leitindex rutscht mit in die Tiefe

Nach Bekanntwerden der Bilanzfälschungen bei Satyam stürzte der Aktienkurs des Unternehmens an der Börse in Bombay binnen weniger Stunden um fast 78 Prozent ab. Das im Aktienindex Sensex notierte Unternehmen riss auch den indischen Leitindex nach unten. Zum Handelsschluss lag der 30 Werte umfassende Sensex bei 9587 Punkten - ein Minus von 7,3 Prozent.

Auch Niederlassungen in Deutschland

Das auf Firmensoftware spezialisierte Unternehmen wurde 1987 im südindischen Hyderabad gegründet. Im Geschäftsjahr 2007 erwirtschaftete Satyam einen Umsatz von 84,7 Milliarden Rupien (1,72 Milliarden Euro). Weltweit unterhält die Firma 28 Entwicklungszentren, darunter Niederlassungen in München und Wiesbaden, und beschäftigt insgesamt fast 53.000 Menschen.

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