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Mecklenburg-Vorpommern: Gazprom plant gigantischen Gasspeicher


Vorrat  

Gazprom plant gigantischen Gasspeicher

16.01.2009, 14:00 Uhr | Christoph Schmidt mit Material von AP und afp

Gazprom plant einen gigantischen Gasspeicher (Foto: dpa)Gazprom plant einen gigantischen Gasspeicher (Foto: dpa) Die Gaskrise hat Europa fest im Griff: Halb Osteuropa friert und auch in Deutschland kommt kein russisches Gas mehr über die Ukraine ins Land. Damit der Gas-Strom in Deutschland künftig nicht versiegt, soll ein gigantischer Gasspeicher die Versorgungssicherheit garantieren. Wie der Focus berichtet, ist ein Mammutprojekt in Mecklenburg-Vorpommern geplant: der größte Gasspeicher Europas. Verhandlungen zwischen Gazprom und dem deutschen Wirtschaftsministerium liefen bereits.

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Gazprom bietet Krisenvorrat an

Wie ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums dem Focus bestätigte, habe Gazprom der Bundesregierung einen großen Gasvorrat für Krisenzeiten angeboten. Das Gas soll in einem gigantischen Speicher in Hinrichshagen in Mecklenburg-Vorpommern gelagert werden und die Versorgungssicherheit garantieren. Manager des Gas-Riesen und Vertreter des Wirtschaftsministeriums hätten sich bereits getroffen und über das Versorgungsprojekt beraten.

Gas in die Erde pumpen

Die Planungen für des Mammutprojekt sind imposant: Gazprom will zehn Milliarden Kubikmeter Gas bis zu 700 Meter tief in die Erde pumpen und dort für schwierige Zeiten einlagern. Dies wäre fast ein Achtel des deutschen Jahresbedarfs an Gas. Und weit mehr, als der aktuell größte deutsche Gasspeicher beherbergt.

680 Millionen Kubikmeter Erdgas

Im Berliner Grunewald lagert bislang Deutschlands größter Gasvorrat. Dort sind nach Angaben der Betreibergesellschaft GASAG derzeit 680 Millionen Kubikmeter Erdgas gespeichert, was 3214 Millionen Kilowattstunden entspricht.

Staat soll Kontrolle über das Gas erhalten

Einem Gazprom-Sprecher zufolge soll der Großteil des versprochenen Vorrats unter die direkte Kontrolle der Bundesrepublik gestellt werden - der Staat hätte in Krisenzeiten also freie Hand, um Engpässe bei der Gasversorgung mit Hilfe des Krisenvorrats zu überbrücken.

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