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Deutsche Bank: Ackermann will Rabatt für Postbank


Deutsche Bank  

Ackermann will Rabatt für Postbank

13.01.2009, 12:30 Uhr | bv, dpa-AFX , t-online.de

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann - Rabatt für Übernahme der Postbank? (Foto: ddp)Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann - Rabatt für Übernahme der Postbank? (Foto: ddp) Die Deutsche Bank versucht offenbar, die Bedingungen für den Kauf der Postbank nachträglich zu verbessern. Das erfuhr das "Handelsblatt" nach eigenen Angaben aus Finanzkreisen. Die im vergangenen Jahr getroffene Vereinbarung sieht vor, dass die Deutsche Bank das Bankgeschäft der Post zu einem Preis übernimmt, der angesichts eines massiv abgestürzten Aktienkurses aus heutiger Sicht völlig überteuert scheint. Deshalb wolle die Deutsche Bank den Postbank-Deal vor dem Hintergrund der Finanzkrise in Details verändern.

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Einigung bis Ende der Woche erwartet

"Es ist ja eindeutig, dass das Wertvolumen der Postbank konstant nach unten gegangen ist, deshalb sind Nachbesserungen nicht auszuschließen", hieß es in den Kreisen. Bislang zeichne sich zwischen beiden Parteien aber noch keine einvernehmliche Lösung ab. Beide seien dennoch fest entschlossen, bis Ende dieser Woche zu einem Ergebnis zu kommen, berichtet das "Handelsblatt". Einen Kommentar hierzu lehnte die Deutsche Bank ab. Ein Sprecher betonte lediglich: "Wir halten am Einstieg im ersten Quartal fest." Von der Post hieß es: "Wir haben uns mit der Deutschen Bank auf einen Vertrag geeinigt, zu dem wir stehen." Hinweise auf ein Scheitern der gesamten Transaktion gab es nicht.

Postbank-Aktie nur noch halb so viel wert

Die Deutsche Bank und die Post als Verkäuferin der Banktochter hatten im vergangenen September vereinbart, das Geschäft in zwei Etappen über die Bühne zu bringen. Zunächst kauft die Deutsche Bank im ersten Quartal dieses Jahres 29,75 Prozent an der Postbank zu 57,25 Euro je Aktie und kommt damit auf einen Kaufpreis von 2,8 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Die Aktie war am Montagabend unter 13 Euro wert, was die damalige Vereinbarung aus heutiger Sicht für die Frankfurter sehr unvorteilhaft aussehen lässt.

Auch weitere Optionen wenig vorteilhaft

Für die zweite Phase besitzt die Deutsche Bank die Option, innerhalb von ein bis drei Jahren ein weiteres Aktienpaket in Höhe von 18 Prozent für 55 Euro je Aktie zu erwerben. Die Post hat ihrerseits innerhalb des dritten Jahres die Möglichkeit, 20,25 Prozent plus eine Aktie zu 42,80 Euro je Stück an die Frankfurter zu verkaufen.

Einigung nicht ausgeschlossen

Eine Änderung des Postbank-Deals zwischen der Deutschen Bank und dem Mehrheitseigner Post müsste Kreisen zufolge mit Vorteilen für die Post einhergehen. Den guten Willen für das Aufschnüren des Pakets müsste sich die Deutsche Bank erkaufen, hieß es am Dienstag aus den Kreisen. Auszuschließen sei eine Einigung nicht.

Post will ihren Vorteil wahren

Post-Vorstandschef Frank Appel hatte schon in den vergangenen Monaten erklärt, dass die Post sich bewegen könnte, wenn die Deutsche Bank auf sie zukommen würde und dies auch zum Vorteil der Post wäre. Diese Position schließt allerdings wohl einen "Rabatt" auf den vereinbarten Preis für die erste Tranche aus, der direkt zum Nachteil der Postbank-Mutter wäre. Entsprechend wären andere Lösungen bei den vereinbarten Übernahmemodalitäten und Optionspreisen denkbar. Dazu könnte eine raschere Übernahme weiterer Post-Anteile gehören, die laut bisherigem Vertrag erst für später vorgesehen war.

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