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Royal Bank of Scotland verbucht Rekordverlust


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Royal Bank of Scotland verbucht Rekordverlust

19.01.2009, 16:35 Uhr | bab, t-online.de, dpa

RBS verbucht Rekordverlust (Foto: Reuters)RBS verbucht Rekordverlust (Foto: Reuters) Die verstaatlichte britische Großbank Royal Bank of Scotland (RBS) ist 2008 wegen der Finanzkrise tief in die roten Zahlen gerutscht. Inklusive Abschreibungen auf den Unternehmenswert (Goodwill) sei ein Verlust von bis zu 28 Milliarden Pfund (rund 31 Milliarden Euro) möglich, teilte die Bank mit. Die erwarteten Zahlen übersteigen den bisherigen Rekord-Verlust eines britischen Unternehmens von 15 Milliarden Pfund, die der Mobilfunkkonzern Vodafone 2006 verbucht hatte.

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Staat springt erneut ein

Selbst ohne die Goodwill-Abschreibungen beträgt der Verlust zwischen sieben und acht Milliarden Pfund, weshalb die Bank erneut frisches Kapital benötigt. Aus diesem Grund will die Royal Bank of Scotland neue Stammaktien für fünf Milliarden Pfund ausgeben. Dieses Kapital soll das bisher von der Regierung gegebene Vorzugskapital ersetzen. Die Regierung sichert die Kapitalerhöhung ab und garantiert die Ausgabe der Papiere zu 31,75 Pence je Aktie ab. Dadurch könnte der Staatsanteil an der Bank auf bis zu 70 Prozent steigen.



An ABN Amro verhoben

Großbritannien hatte die Bank bereits im Herbst 2008 mit rund 20 Milliarden Pfund gestützt und hält seitdem rund 58 Prozent an der RBS. Die Royal Bank of Scotland war damit die erste europäische Großbank, die wegen der Finanzkrise verstaatlicht werden musste. Die Bank hat sich unter anderem mit der Teilübernahme des niederländischen Konkurrenten ABN Amro verhoben. Im Herbst 2007 hatte die RBS sich in einem Bieterwettstreit gegen Barclays durchgesetzt und insgesamt 71 Milliarden Euro für die Fusion gezahlt. Kritiker geben dieser aggressiven Expansionspolitik des ehemaligen Chefs Fred Goodwin die Schuld am Scheitern der RBS.

Aktie nur noch ein Pennystock

Am Aktienmarkt sorgten diese Meldungen für einen weiteren Kurseinbruch des ohnehin gebeutelten Papiers. Im frühen Handel verliert die Aktie der RBS über 30 Prozent auf 0,28 Euro. Noch Ende 2007 markierte das Papier mit 9,13 Euro ein Fünfjahreshoch. Doch kurz nach der Übernahme von ABN Amro entflammte die Finanzkrise in vollem Umfang, die am Ende zur Verstaatlichung der Bank führte. Seitdem kennt der Kurs nur noch eine Richtung: nach unten.

Englische Regierung schnürt neues Rettungspaket

Parallel zu dem Rekordminus der RBS kündigte die britische Regierung ein zweites Rettungspaket für britische Banken im Wert von mehreren Milliarden Pfund an. Unter anderem wolle der Staat die kriselnden Institute gegen die Risiken ihrer faulen Kredite versichern, sagte Finanzminister Alistair Darling. Die staatliche Versicherung, für die die Banken eine Gebühr bezahlen müssen, soll den Banken als Sicherheitsnetz dienen und das blockierte Kreditgeschäft wieder ankurbeln. Das Volumen "toxischer Kredite" in den Büchern der britischen Banken wird auf 200 Milliarden Pfund (220 Mrd Euro) geschätzt. Diese Lasten gelten als Grund dafür, dass die Banken nur noch zögerlich Kredite vergeben, wodurch Unternehmen das Geld ausgeht und ein weiterer Stellenabbau droht.

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