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Gasstreit: Gas aus Russland strömt wieder nach Europa


Gasstreit  

Russisches Gas strömt wieder ungehindert nach Europa

20.01.2009, 10:47 Uhr | sky, AFP, dpa-AFX, t-online.de

Zentrale des Gasgiganten Gazprom. (Foto: dpa)Zentrale des Gasgiganten Gazprom. (Foto: dpa) Russland hat die Gaslieferungen nach Europa über die Ukraine laut einer Erklärung des russischen Konzerns Gazprom wieder aufgenommen. Seit 08.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit werde wieder Gas gepumpt, sagte Sprecher Boris Saposchnikow. Bis es bei den Kunden in Europa ankommt, dürften laut Experten etwa 36 Stunden vergehen. Die Ukraine bestätigte diese Meldung. Laut Ministerpräsidentin Julia Timoschenko wird bereits seit der Nacht Gas in die ukrainischen Transit-Pipelines gepumpt.

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Streit um technisches Gas beigelegt

Timoschenko sagte, sie habe den Neustart der Lieferungen an einem Kontrollpunkt von Gazprom in Russland mitverfolgt. Sie flog in der Nacht nach Kiew zurück, wo sie sich am heutigen Dienstag mit EU- Energiekommissar Andris Piebalgs treffen soll. Die Ukraine habe mit dem Kauf von "technischem Gas" in Russland auch den Streit um dieses Gas beigelegt, das zur Beförderung nach Europa nötig ist, sagte Timoschenko. Was die Lieferung von russischem Gas für die Ukraine selbst angehe, rechne sie im laufenden Jahr mit einem Preis von 230 US-Dollar pro 1000 Kubikmeter. Gazprom hatte dafür von Kiew zuletzt 179,5 US-Dollar erhalten, jedoch eine Preissteigerung angestrebt.



Gegenseitige Beschuldigungen

Russland hatte die Erdgaslieferungen in die Ukraine am 1. Januar gestoppt. Am 7. Januar wurde auch der Erdgastransit in die EU-Länder eingestellt. Beide Seiten beschuldigten sich gegenseitig, für das Dilemma verantwortlich zu sein. Erst am Montag hatten Russland und die Ukraine ein Abkommen zur Beendigung ihres Gasstreits unterzeichnet und damit nach zwei Wochen den Weg für eine Wiederaufnahme der Lieferungen in die EU frei gemacht. Die vom russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin und der ukrainischen Ministerpräsidentin Julia Timoschenko erzielte Einigung sieht vor, dass die Ukraine künftig einen deutlich höheren Preis für Gas aus Russland zahlt.

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