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Davos: Weltwirtschaftsforum im Zeichen der Wirtschaftskrise


Davos  

Weltwirtschaftsforum im Zeichen der Wirtschaftskrise

30.01.2009, 15:13 Uhr | oca, dapd, dpa, t-online.de

Weltwirtschaftsforum in Davos (Foto: Reuters)Weltwirtschaftsforum in Davos (Foto: Reuters) Die meisten Unternehmenschefs beurteilen die Wirtschaftsaussichten auch die nächsten drei Jahre skeptisch. Das geht aus einer Umfrage unter 1124 Vorstandsvorsitzenden weltweit hervor, die die Wirtschaftsberatungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) aus Anlass des Weltwirtschaftsforums (WEF) veröffentlichte. Die Konferenz beginnt am Mittwoch Abend in Davos in der Schweiz. Laut Umfrage erwartet weniger als ein Viertel der Spitzenmanager in den nächsten zwölf Monaten steigende Umsätze. Das sind 50 Prozent weniger als vor einem Jahr. Auch für die nächsten drei Jahre erwarten lediglich 34 Prozent der Befragten steigende Einnahme. "Die Vorstandschefs machen sich die meisten Gedanken um das unmittelbare Überleben ihrer Firmen", erklärte PwC-Chef Samuel DiPiazza.

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Hintergrund - Weltwirtschaftsforum in Davos

"Die Welt nach der Krise gestalten"

Zum Weltwirtschaftsforum werden 41 Staats- und Regierungschefs, darunter Bundeskanzlerin Angela Merkel, und so viele Wirtschaftsführer wie nie werden erwartet. Das Treffen, zu dem insgesamt über 2500 Persönlichkeiten aus fast 100 Ländern anreisen wollten, steht unter dem Motto "Die Welt nach der Krise gestalten". Die Konferenz dauert bis Sonntag. Diskutiert wird auf der Tagung nicht nur über die aktuelle Krise. Auch globale Herausforderungen wie Klimawandel, Nahrungsmittel- oder Wasserknappheit werden angesprochen.

Verwerfungen auf den Kapitalmärkten, Überregulierung, steigende Energiekosten

Als weitere Risikofaktoren für die Unternehmen nennen Manager Verwerfungen auf den Kapitalmärkten (72 Prozent), Überregulierung (55 Prozent), steigende Energiekosten (50 Prozent) sowie die Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitnehmern (46 Prozent). Der durch die Krise ausgelöste Pessimismus zeigt sich in allen geografischen Regionen, allen Branchen und auf sämtlichen Stufen der wirtschaftlichen Entwicklung.

Rezession ist das bestimmende Anliegen

Die Auswirkungen der Rezession sind für 85 Prozent der weltweit befragten Firmenchefs das gegenwärtig bestimmende Anliegen. "Die Geschwindigkeit und die Intensität der Rezession hat die CEOs auf der ganzen Welt überrascht", sagte Markus Neuhaus, Geschäftsführer von PricewaterhouseCoopers Schweiz. "Die Führungskräfte sind besorgt um das unmittelbare Überleben ihrer Unternehmen, und selbst in den aufstrebenden Volkswirtschaften kämpfen unterdessen viele Unternehmen mit Themen wie Kreditgesuchen, schleppenden Kapitalmärkten und sinkender Nachfrage", ergänzte er.

Viele berühmte Teilnehmer

Am Eröffnungstag sprechen neben dem Schweizer Bundespräsidenten Hans-Rudolf Merz der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao und der russische Ministerpräsident Wladimir Putin. Auch der britische Premierminister Gordon Brown und der israelische Präsident Schimon Peres werden in Davos erwartet. Zudem stehen der frühere US-Präsident Bill Clinton und dessen ehemaliger Stellvertreter Al Gore, der einstige britische Premierminister Toni Blair und UN-Generalsekretär Ban Ki Moon auf der Teilnehmerliste. Hinzu kommen hochrangige Vertreter aus der Wirtschaft, wie Microsoft-Gründer Bill Gates. Verantwortliche von 30 internationalen Organisationen werden erwartet.


Rund 4400 Uniformierte im Einsatz

Zum Schutz des Weltwirtschaftsforums in Davos werden rund 4400 Angehörige der Schweizer Armee im Einsatz sein. Den Streitkräften entstehen dadurch Kosten von insgesamt rund zwei Millionen Franken (1,3 Millionen Euro), wie der Chef des Führungsstabs der Armee, Peter Stutz sagte. Die Soldaten und Soldatinnen stünden zum Schutz der für das WEF unverzichtbaren Infrastruktur im Einsatz. Sie sind zum größten Teil aber nicht in Davos, sondern in der umliegenden Region stationiert.


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