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Geldanlage: Finanzkrise trifft Fonds-Anleger hart


Finanzkrise  

Finanzkrise trifft Fonds-Anleger hart

02.02.2009, 15:58 Uhr | oca, AFP, t-online.de

Fondsanleger bekommen Folgen der Finanzkrise deutlich zu spüren (Foto:Archiv)Fondsanleger bekommen Folgen der Finanzkrise deutlich zu spüren (Foto:Archiv) Die Verschärfung der Finanzkrise hat Fonds-Anleger im vergangenen Jahr fast die Hälfte ihres Anlagevermögens gekostet. Investmentfonds, die in Aktien europäischer Unternehmen investieren, verloren 2008 im Schnitt 44,9 Prozent an Wert, wie der Branchenverband BVI in Frankfurt am Main unter Berufung auf seine aktuelle Wertentwicklungsstatistik mitteilte. Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt Deutschland rutschten 2008 demnach um 43,6 Prozent ab. Anleger, die Anteile von weltweit ausgerichteten Fonds im Depot hatten, verloren 40,4 Prozent ihres Anlagevermögens.

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Auch stabile Rentenfonds verlieren

Sogar die als besonders sicher geltenden Rentenfonds, die beispielsweise in staatliche Wertpapiere investieren, verzeichneten 2008 im Zuge der Finanzkrise teilweise Verluste, wie der BVI mitteilte. Bei international ausgelegten Rentenfonds verloren Anleger im Schnitt 0,4 Prozent ihres Vermögens. Normalerweise verzeichnen diese Papiere im Jahr einen Wertzuwachs im einstelligen Prozentbereich.

Langfristige Ertragsstärke ein Trost für Anleger

Tröstlich für Anleger sei im vergangenen Jahr lediglich der Blick auf die langfristige Ertragsstärke von Investmentfonds gewesen, teilte der BVI mit. Bei Aktienfonds mit dem Anlageschwerpunkt Deutschland sei das Anlagevermögen über den Zeitraum von 30 Jahren im Schnitt um mehr als das Neunfache gewachsen. Wer 1978 Fondsanteile im Wert von 10.000 Euro gekauft habe, habe heute ein Vermögen von rund 92.400 Euro im Depot.

Grüne fordern einen umfassenden Anlegerschutz

Unterdessen haben die Grünen Bund und Länder zu einem umfassenden Verbraucherschutz vor Milliardenrisiken des grauen Kapitalmarkts aufgefordert. "Es ist zu befürchten, dass noch Zehntausende ihre Ersparnisse verlieren", sagte Gerhard Schick, Sprecher der Bundestagsfraktion für Finanzpolitik, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. In der Rezession sei zu befürchten, dass weitere Schneeballsysteme zusammenbrechen, weil Anleger ihr Geld wiederhaben wollten. Vor allem viele Kleinanleger steckten ihr Geld zudem in geschlossene Fonds oder in reine Fantasieprodukte des grauen Kapitalmarkts - und sähen das Geld oft nie wieder. In einem Fraktionsbeschluss forderten die Grünen grundlegende Regeln dagegen.

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