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Rheinland-Pfalz und Hessen übernehmen Flughafen Hahn


Luftfahrt  

Länder übernehmen Flughafen Hahn

03.02.2009, 12:35 Uhr | mash/oca, t-online.de, dpa-AFX

Fraport gibt seine Anteile am Flughafen Hahn an die Länder ab.Fraport gibt seine Anteile am Flughafen Hahn an die Länder ab. Die Länder Rheinland-Pfalz und Hessen werden nach Informationen des Südwestrundfunks (SWR) künftig alleinige Eigentümer der Flughafen Hahn GmbH sein. Sie wollten die Anteile des Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport übernehmen, berichtete der Sender in Mainz. #

Verhandlungen sind fast abgeschlossen

Die Gesellschafteranteile könnten allerdings erst nach Konstituierung der neuen hessischen Landesregierung neu geordnet werden. Die hessischen Koalitionspartner CDU und FDP sollen sich den Angaben zufolge darauf geeinigt haben, dass ihr Land auch weiterhin am Flughafen Hahn im Hunsrück beteiligt sein wird. Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck wollte die Informationen zunächst nicht bestätigen. "Wir sind in der Endphase der Verhandlungen", sagte er auf Anfrage.



Symbolischer Preis von einem Euro

Fraport werde seine Beteiligung von derzeit 65 Prozent an der Flughafen Hahn GmbH zum symbolischen Preis von einem Euro abgeben, hieß es beim SWR. Die Länder Rheinland-Pfalz und Hessen sind derzeit mit jeweils 17 Prozent an Hahn beteiligt. Wie die Fraport-Anteile unter ihnen aufgeteilt werden, ist nach dem Bericht noch offen.

Keine Terminalgebühr - gegen die Wünsche von Fraport

Der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Hendrik Hering (SPD) hatte kürzlich entgegen der Wünsche von Fraport entschieden, dass es eine ursprünglich geplante Terminalgebühr von drei Euro pro Passagier am Hahn nicht geben wird. Fraport hatte diese Abgabe beabsichtigt, um den defizitären Flughafen rentabel zu machen. Auch das Land Hessen war ursprünglich für die Terminalgebühr.

Heiße Diskussion um "Hahntaler"

Hering hatte mit seiner Entscheidung auf Drohungen des irischen Billigfliegers Ryanair reagiert, bei einer Einführung des sogenannten "Hahntalers" Maschinen aus Hahn abzuziehen und Flugverbindungen zu streichen. Daraufhin entbrannte die Diskussion um den Ausstieg der Fraport und möglicherweise auch des Landes Hessen.

Hohe Abhängigkeit

Dabei ging es hoch her: Unter anderem wurde die Frage aufgeworfen, ob sich das Land Rheinland-Pfalz durch ein Unternehmen erpressen lasse. Die Diskussion habe gezeigt, wie gefährlich es sei, wenn ein Flughafen stark nur von einem einzigen Billigflieger abhängig sei, sagte zum Beispiel der Generalsekretär des Luftfahrt-Verbandes Barig, Martin Gaebges.

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