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Qimonda-Insolvenz: Verheugen sieht keine Chance auf EU-Hilfe


Qimonda-Insolvenz  

Verheugen sieht keine Chance für Qimonda auf EU-Hilfe

09.02.2009, 12:18 Uhr | mfu, dapd, dpa-AFX

EU-Kommissar Verheugen bleibt hart: Kein EU-Geld für Qimonda (Foto: dpa)EU-Kommissar Verheugen bleibt hart: Kein EU-Geld für Qimonda (Foto: dpa) In Dresden haben etwa 2000 Qimonda-Mitarbeiter für die Rettung des Chipherstellers demonstriert. Das Unternehmen musste am 23. Januar Insolvenz anmelden, nachdem es durch den weltweiten Preisverfall bei Speicherchips in Schieflage geraten war. Seitdem bemühen sich die sächsische Landesregierung und der Insolvenzverwalter um neue Investoren und um Staatshilfen, bislang allerdings ohne Erfolg. Jetzt erhielten die Sachsen auch von EU-Kommissar Günter Verheugen einen Korb: Der Industriekommissar sieht keine Möglichkeit, das Unternehmen mit Hilfe der Europäischen Union zu retten.

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Sachsen Wirtschaftsminister will EU-Gelder für Qimonda

"Niemand kann ein Unternehmen retten, das sein Eigentümer nicht retten will", sagte Verheugen der in Dresden erscheinenden "Sächsischen Zeitung". Die sächsische Landesregierung habe ihn erst im Januar 2009 auf eine Hilfe für Qimonda angesprochen, aber nicht auf eine langfristige Strategie, sondern auf Möglichkeiten einer kurzfristigen Rettung. "Wenn ein Unternehmen nicht mehr an einen Standort glaubt, dann sind in einer Marktwirtschaft die Würfel gefallen", fügte Verheugen hinzu. Verheugen zielt mit seiner Kritik auf den Haupteigentümer Infineon, der für die Rettung der Konzerntochter kein Geld locker machen will.

3000 Mitarbeiter in Dresden stehen vor ungewisser Zukunft

Sachsens Wirtschaftsminister Thomas Jurk (SPD) hatte deswegen am Vortag Hilfen aus Brüssel für die europäische Chipindustrie gefordert. Es bestehe die Gefahr, dass sonst nur asiatische Standorte gestärkt aus der Krise hervorgingen. Allein in Dresden stehen 3000 Mitarbeiter vor einer ungewissen Zukunft.

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