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Gold am Scheideweg - Neue Chancen bei Minenaktien


Chartanalyse  

Gold am Scheideweg - Neue Chancen bei Minenaktien

03.02.2009, 18:59 Uhr | CM-Equity AG, t-online.de

AMEX Goldbugs mit Chance auf den Ausbruch  (Foto: t-online)AMEX Goldbugs mit Chance auf den Ausbruch (Foto: t-online) Gemischte Gefühle für alle Gold-Bullen: In den vergangenen turbulenten Monaten haben die Fans des gelben Edelmetalles eine ganze Menge positiver als auch negativer Signale verarbeiten müssen. Vor allem die Minenwerte wurden zuletzt stark gebeutelt. Nun überwiegen wieder die Gewinnchancen, denn der Index der Minenaktien steht an einem interessanten charttechnischen Scheideweg – die Hoffnung für einen Ausbruch nach oben sind stark gestiegen. Überzeugte "Goldbugs" können beispielsweise mit einem Kauf des ETF von ABN Amro (WKN: A0MMBG) von einer neuen Rallye profitieren.

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Gemischte Signale beim Gold

Die Goldbullen brauchten in den vergangenen Monaten starke Nerven - die Signale am Markt waren stark widersprüchlich. Einerseits fiel der Goldpreis trotz einer historischen Finanzkrise kräftig ab - ungeachtet des Börsencrashs war Gold offenbar doch nicht der stets zitierte "sichere Hafen" in Krisenzeiten. Der Preis des Edelmetalls rutschte von der Spitze um 36 Prozent - zumindest in US-Dollar gerechnet.

Allzeithoch - Gold in Euro so teuer wie nie (21.01.09)

Minen-Aktien zuletzt im Ausverkauf

Noch schlimmer ging es den Besitzern von Goldminen-Aktien. Der US-Goldminenindex HUI fiel in der Spitze von 519 Punkten auf nicht weniger als 150 Punkte. Das ist ein Rückgang von mehr als 70 Prozent! Der Index, der auch als AMEX-Goldbugs-Index bekannt ist (AMEX steht für American Stock Exchange), bildete somit die deflationären Tendenzen der Weltwirtschaft besonders stark ab. Deflation bedeutet, dass die Anleger aus Sachwerten und Rohstoffen flüchten und auf Bargeld setzen.



Nun kommt die Inflation

Aber einer Deflation folgt stets die von den Notenbanken angeschobene Reflation, also die verstärkte Versorgung des Marktes mit günstigem Geld. Und eine Reflation wird früher oder später zur Inflation. Die massive Stimulierung der Notenbanken und der Nationalregierungen in Billionen-Höhe hat langsam aber sicher die Anleger wieder in den Goldsektor gelockt. Während die Aktienindizes überall auf der Welt im vorigen Jahr kräftig einbrachen, hielt sich Gold in den meisten Währungen gerechnet recht stabil. Vor kurzem erreichte der Goldpreis in Euro gerechnet sogar sein Allzeithoch.

Minenaktien erholen sich

Diese Flucht ins gelbe Metall hat auch den Minenaktien gut getan, wie sich am HUI-Index zeigt. Seit dem Tief hat sich das Kursbarometer mittlerweile schon wieder verdoppelt. Aus der technischen Reaktion könnte ein lang anhaltender neuer Aufwärtstrend entstehen. Hierfür gibt es einige gute charttechnische Argumente.



Positive Signale aus der Charttechnik

Zum einen läuft die Bewegung seit dem Tief sehr dynamisch ab. Über einen kurzen Zeitraum stiegen die Kurse stark und impulsiv an - genauso werden neue Bullenmärkte gezündet. Bei einer Korrekturbewegung innerhalb eines Bärenmarktes würden die Preise nur langsam, also korrektiv steigen. Zum anderen verläuft oberhalb der Region von 300 Punkten die 200-Tage-Linie. Wird dieser Gradmesser für den langfristigen Trend überzeugend übersprungen, sprechen Charttechniker von einem neuen Bullenmarkt – dann dürften Computer gestützte Kaufsignale überall auf der Welt anspringen.

Umgekehrte SKS-Formation

Ferner hat sich auch eine zaghafte umgekehrte Schulter-Kopf-Schulter-Formation gebildet, sie ist im Chart mit den blauen Dreiecken gekennzeichnet. Eine solche charttechnische Formation schließt regelmäßig Bodenbildungen ab und leitet einen neuen Trend ein, in unserem Fall einen Aufwärtstrend. 

Warten auf den Durchbruch

Sowohl die Durchschnitts- als auch die blau eingezeichnete Nackenlinie sind sehr bedeutsame charttechnische Hindernisse. Ihre Überwindung würde deshalb besonders klare Kaufsignale auslösen. Da die 200-Tage-Linie noch fällt, wird der Goldindex mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit mehr als nur einen Versuch benötigen, um sich überzeugend über dieser Linie einzunisten.

ETF für Goldbullen

Anleger, die von einer Rückkehr der Minenwerte überzeugt sind, sollten daher mit gestaffelten Käufen arbeiten. Gold-Bullen sollten antizyklisch 50 Prozent der Position bei Rückschlägen in der Größenordnung von 250 Punkten aufbauen, die restlichen 50 Prozent prozyklisch bei Überwindung der Nackenlinie und des 200-Tage-Durchschnitts. Der an der Börse notierte Fonds (Exchange Traded Fund - ETF) von ABN Amro (WKN: A0MMBG) bildet die Entwicklung von 15 großen Goldminentiteln exakt ab - und kann somit ein ideales Instrument für Goldbullen sein.
(03.02.09)

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Hinweis
Der Autor dieser Analyse, Heiko Seibel, ist Vorstand der CM-Equity AG. Das Unternehmen ist im internationalen Aktien- und Derivatehandel tätig und veranstaltet Seminare zu allen Themen rund um die Börse. Diese Publikation beruht auf allgemein zugänglichen Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir jedoch keine Gewähr übernehmen können. Die Analyse gibt eine unverbindliche Auffassung über den Markt bzw. die Produkte zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses wieder. Diese Publikation ersetzt nicht die persönliche Beratung. Sie dient nur zu Informationszwecken und gilt nicht als Angebot oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren. Für weitere zeitnähere Informationen über konkrete Anlagemöglichkeiten und zum Zwecke einer individuellen Anlageberatung wenden Sie sich bitte an Ihren Anlageberater.

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