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Energieversorung: Ölkonzern Total rutscht in die Verlustzone


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Ölkonzern Total rutscht in die Verlustzone

12.02.2009, 14:51 Uhr | sky, dapd, t-online.de

Total wird weiter investieren (Foto: ddp)Total wird weiter investieren (Foto: ddp) Der französische Energiekonzern Total ist wegen des dramatisch gesunkenen Ölpreises in die roten Zahlen gerutscht. Im vierten Quartal 2008 verzeichnete der Konzern einen Verlust von 794 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte es noch einen satten Gewinn von 3,6 Milliarden Euro gegeben. Dennoch stand im Gesamtjahr wegen der bis zur Jahreshälfte sehr hohen Ölpreise ein Rekordgewinn an.

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Gute Geschäfte in den ersten drei Quartalen

Profitieren konnte der drittgrößte europäische Ölkonzern vor allem von den hohen Preisen im Sommer 2008. Im Gesamtjahr verzeichnete Total einen Rekordgewinn von 13,9 Milliarden Euro und damit einen Zuwachs von 14 Prozent im Vergleich zu 2007. Die Börse reagierte auf die Nachrichten positiv: In einem schwachen Umfeld legte die Total-Aktie in Paris um 1,5 Prozent auf 40,68 Euro zu.



Starke Schwankungen

Der Ölpreis ging in den vergangenen Monaten auf eine Achterbahnfahrt. Im Sommer 2008 kostete ein Fass Rohöl noch fast 150 Dollar und spülte Milliarden in die Kassen von Ölkonzernen. Heute kostet Öl weniger als 40 Dollar, obwohl die Förderländer versuchen, den Preis mit Fördererkürzungen zu stabilisieren. Auch Total-Konkurrenten wie Exxon Mobil verdienen wegen des gesunkenen Ölpreises deutlich weniger Geld. BP schrieb im vierten Quartal 2008 sogar einen riesigen Verlust von 3,3 Milliarden Dollar (2,6 Milliarden Euro).

Weitere Investitionen geplant

Die Ölkonzerne stehen vor der schwierigen Aufgabe, trotz der Wirtschaftskrise die Produktion und Erkundung neuer Ölfelder voranzutreiben. Passiert dies nicht, könnte der Ölpreis irgendwann wieder drastisch steigen. Total-Konzernchef Christophe de Margerie zeigt sich zuversichtlich, die weltweite Wirtschaftskrise ohne den Verzicht auf Investitionen meistern zu können. Allein im vergangenen Jahr investierte Total umgerechnet 14 Milliarden Euro und will etwa den kanadischen Ölsandförderer UTS Energy übernehmen.

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