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Spitzenverdiener sollen ihre Gehälter offenlegen


Managergehälter  

Spitzenverdiener sollen ihre Gehälter offenlegen

13.02.2009, 11:57 Uhr | mmr, dapd, t-online.de

DGB-Chef Michael Sommer (Foto: ddp)DGB-Chef Michael Sommer (Foto: ddp) Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Michael Sommer, spricht sich für die Veröffentlichung der Gehälter von Fußballern und Show-Stars aus. Auch andere Spitzenverdiener sollten ihre Gehälter wie Manager offenlegen. Zudem kritisierte Sommer gemeinsam mit Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt das Konjunkturpaket II scharf. "Ordnungspolitisch ist die Grenze des Vertretbaren erreicht", sagte Hundt in einem Interview bei tagesschau.de. DGB-Chef Michael Sommer nannte die im Konjunkturpaket II enthaltenen Steuer- und Abgabensenkungen "überflüssig wie ein Kropf".

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Spitzenverdiener sollen Gehälter offenlegen

Nach Ansicht von Michael Sommer sollen mehr Großverdiener ihre Gehälter veröffentlichen. "Wenn die Vorstände ihre Gehälter offenlegen müssen, sollte dies auch für andere Spitzenverdiener gelten. Dadurch entsteht ein starker öffentlicher Rechtfertigungsdruck", sagte der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes der "Süddeutschen Zeitung". Als Beispiel nannte er Top-Fußballer wie den italienischen Stürmer Luca Toni, der für Bayern München Tore schießt. Nach Ansicht des DGB-Chefs wird beim Thema Geld hierzulande immer "ein fürchterliches Getue" gemacht. "Ich finde aber schon, dass zum Beispiel ein Show-Star, der beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen arbeitet und teilweise von Gebührenzahlern sein Honorar bekommt, offenlegen muss, wie viel er bekommt", sagte Sommer weiter.



Manager-Gehälter als "Ausdruck für die Perversion des Finanzkapitals"

Scharf kritisierte der DGB-Chef die Millionen-Gehälter von Managern. Früher habe die Regel gegolten, dass der Direktor vielleicht das Zehn- oder Zwanzigfache des Facharbeiters verdiene - und nicht das Hundert- oder Zweihundertfache. Hier seien die Wertigkeiten nicht mehr in Ordnung: "Wenn ein Mensch 200-mal so viel wert sein soll wie ein anderer, dann stimmt etwas in dem sozialen Gefüge dieser Gesellschaft nicht mehr. Das ist doch ein Ausdruck für die Perversion des Finanzkapitals. Ich glaube, dass sich das wieder zurückentwickeln muss."


Manch Manager beklagt Unfairness

Sage er dies Vorstands-Chefs ganz offen, seien die Reaktionen sehr unterschiedlich. So gebe es auch "welche, die jede Form von Vergleich mit Normalverdienern als unfair empfinden. Die meinen, es sei unanständig, wenn sich jemand Gedanken macht, wie viel sie überhaupt verdienen. Das finde ich wiederum unanständig", erklärte Sommer. Sein eigenes Gehalt bezifferte der Gewerkschaftschef mit 11.200 Euro bei dreizehneinhalb Monatsgehältern. Sommer bezeichnete dies als ein sehr gutes Gehalt. "Wenn ich wirklich hätte Geld scheffeln wollen, hätte ich etwas anderes machen müssen. Das wollte ich aber nicht."



Steuersenkungen sind unnötig

DGB-Chef Michael Sommer kritisierte gemeinsam mit BDA-Chef Dieter Hundt das Konjunkturpaket II scharf. "Ordnungspolitisch ist die Grenze des Vertretbaren erreicht", sagte Hundt in einem Interview bei tagesschau.de. Sommer erklärte, die Steuer- und Abgabensenkungen seien "konjunkturpolitisch kaum wirksam und verteuern das Konjunkturpaket unnötig". Die daraus resultierenden Steuerausfälle der Kommunen erschwerten nach Ansicht von Sommer die nötige Aufstockung gerade der öffentlichen Investitionen, die das Konjunkturpaket II vorsehe. Der DGB fordert eine Aufstockung der öffentlichen Investitionen in Bildung, Umwelt und Gesundheit auf jährlich 30 Milliarden Euro für 2009 und 2010, sowie kurzfristige Konsumanreize für geringe und mittlere Einkommen - etwa in Form von Konsumschecks.

Staatsverschuldung wird dramatisch steigen

Arbeitgeber-Präsident Hundt räumte zwar ein, dass Zeitpunkt und Umfang des Pakets positiv seien. Jedoch warne er ausdrücklich vor weiteren Subventionen. Das Tor für individuelle Unternehmungssanierungen durch Beteiligung des Staates dürfe nicht weiter geöffnet werden, sagte der Arbeitgeber-Präsident. "Sonst werden wir einen Überbietungswettbewerb erleben, den wir nicht bestehen". Die Staatsverschuldung werde durch die Maßnahmen der Krise dramatisch steigen: "Wir müssen zur Politik der Konsolidierung der Haushalte zurückkommen."

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