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Autokrise: Daimler und BMW wollen laut "FAZ" enger kooperieren


Autokrise  

Presse: Daimler und BMW wollen enger kooperieren

16.02.2009, 16:15 Uhr | fre, dapd, t-online.de

Daimler und BMW wollen enger zusammenarbeiten. (Bild: Imago)Daimler und BMW wollen enger zusammenarbeiten. (Bild: Imago) Wegen der Talfahrt der Autoindustrie wollen die beiden Erzrivalen Daimler und BMW möglicherweise enger zusammenarbeiten. Die ersten Verträge zwischen den Konkurrenten seien unterschriftsreif, schrieb die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung". Ein Daimler-Sprecher lehnte am Montag eine Stellungnahme ab. Am (morgigen) Dienstag veröffentlicht der Stuttgarter Konzern seine Zahlen für das abgelaufene Jahr. Bei der Bilanzpressekonferenz wird Vorstandschef Dieter Zetsche sicherlich Stellung zum Stand der Gespräche nehmen müssen.

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"Verstärkte Zusammenarbeit sinnvoll"

Geprüft werde eine weitergehende Kooperation beim Einkauf, den Finanzsparten und sogar beim Bau von Motoren. Beide Konzerne arbeiten schon bei der Entwicklung des Hybridantriebs zusammen. Der Autoanalyst Wolfgang Albrecht von der LBBW sagte, die Gespräche über mögliche Kooperationen zwischen den beiden Herstellern seien schon länger am laufen. Eine mögliche verstärkte Zusammenarbeit ergebe Sinn.



Keine Zusammenlegung des Einkaufs

"Die Unternehmen haben die gleiche Kundenstruktur und ähnliche Motoren." Daimler und BMW setzen beide auf Oberklasse-Fahrzeuge. Ein BMW-Sprecher hatte am Wochenende erklärt, eine Zusammenarbeit mit Daimler beim Einkauf von nicht markenprägenden Teilen gebe es bereits. Eine Zusammenlegung des Einkaufs sei aber nicht angedacht. Auch eine weitergehende Kooperation bei den Motoren könne er nicht bestätigen.

"Klare Direktive von oben"

Zum gemeinsamen Einkauf sagte BMW-Entwicklungschef Klaus Draeger im vergangenen Oktober der Fachzeitschrift "auto motor und sport": "Wir treffen uns bei Zulieferern, prüfen, wo wir gleiche Teile und Subkomponenten haben, wie etwa Xenon-Vorschaltgeräte und -Brenner, Wärmetauscher und Stellmotoren von Klimaanlagen." Die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" schrieb, die weitergehenden Verhandlungen zwischen Daimler und BMW zögen sich seit Monaten hin, weil auf beiden Seiten die Ingenieure bremsten.



Schon vor Weihnachten unterschriftsreif

Bei den Münchnern sei jetzt eine "klare Direktive von oben" ergangen, "die technikverliebten Nörgler und Bedenkenträger in die Schranken zu weisen und ihren Widerstand gegen eine Anbandelung mit den Schwaben zu brechen". Das Blatt meldete, schon vor Weihnachten seien die ersten Verträge zwischen BMW und Daimler unterschriftsreif gewesen. "Sie wurden nicht unterzeichnet, um die angestrebte Kooperation im Paket als einen großen Wurf zu besiegeln."

Zehntausende in Kurzarbeit

Neben Einkauf und Motoren sei auch eine Zusammenarbeit der Finanzsparten im Gespräch. Eine gegenseitige Kapitalbeteiligung sei dagegen kein Thema, schrieb die Zeitung unter Berufung auf ranghohe Manager beider Unternehmen. Beide Autobauer kämpfen derzeit mit einer massiven Absatzflaute und haben zehntausende Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt.

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