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Drei Viertel der Deutschen wünschen Mehdorn-Rücktritt


Bahn-Skandal  

Drei Viertel der Deutschen wünschen Mehdorn-Rücktritt

19.02.2009, 14:04 Uhr | mfu/mash, dapd, AFP, t-online.de

Tiefensee fordert von Bahnchef Mehdorn umfassende AufklärungTiefensee fordert von Bahnchef Mehdorn umfassende Aufklärung (Quelle: ddp) Angesichts der Datenaffäre bei der Deutschen Bahn spricht sich eine Mehrheit der Deutschen für einen Rücktritt von Konzernchef Hartmut Mehdorn aus. 76 Prozent sagten in einer Umfrage für das Magazin "Stern", Mehdorn solle die Konsequenzen ziehen und seinen Hut nehmen. Nur 17 Prozent befürworteten einen Verbleib Mehdorns an der Spitze der Deutschen Bahn. Derweil beschloss der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG, dem Bahnchef die Aufklärung des Datenskandals zu entziehen.

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Bahn-Vorstand bleibt bei Aufklärung außen vor

Das 20-köpfige Gremium traf sich zu einer Sondersitzung zum weiteren Vorgehen in der Affäre. Dabei beschloss der Aufsichtsrat unter anderem die Gründung eines sogenannten Compliance-Ausschusses. Er soll künftig die Untersuchung leiten. Diese wird unabhängig vom Vorstand der Deutschen Bahn AG vorgenommen.

Neuer Ausschuss soll Arbeit umgehend aufnehmen

Der Aufsichtsrat beauftragte demnach den früheren Bundesinnenminister Gerhart Baum und die ehemalige Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin mit der Überprüfung. Baum und Däubler-Gmelin, die beide Anwälte sind, sollen ihre Tätigkeit demnach unverzüglich aufnehmen. Die bereits mit der Aufklärung der Affäre beauftragte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG sowie zwei Rechtsanwaltsbüros sollen direkt an den neuen Ausschuss berichten.

Mehdorn versicherte noch einmal Unwissen über Bespitzelung

Außerdem sollen dem Ausschuss nach den Worten des Vorsitzenden der Gewerkschaft GDBA, Klaus-Dieter Hommel, neben Aufsichtsrat Werner Müller unter anderen drei Arbeitnehmervertreter angehören. Weitere Einzelheiten zu den Ausforschungen nahezu aller Bahnmitarbeiter seien nicht diskutiert worden. Mehdorn habe auf Nachfragen noch einmal versichert, keine Kenntnis von den Ausforschungsaufträgen gehabt zu haben.

Erste personelle Konsequenzen

Zu möglichen Konsequenzen für Bahnchef Hartmut Mehdorn sagte Tiefensee vor der Sondersitzung: "Wir müssen erst die Fakten auf dem Tisch haben, schnellstmöglich. Dann bewerten und entscheiden wir." Es habe vor Mehdorn Bahnchefs gegeben, und es werde nach ihm Bahnchefs geben. Auch die Bahn-Gewerkschaften Transnet und DGBA meldeten sich zu Wort. Sie verlangen vom Vorstand vollständige Aufklärung und eine Entschuldigung. Erste personelle Konsequenzen aus der Datenaffäre wurden bereits gezogen: Die Bahn beurlaubte den Leiter der Konzernrevision, Josef Bähr.

Bahnbericht in der Kritik

Die Bahn hatte in der vergangenen Woche einen ersten Bericht vorgelegt, in dem sie einräumte, dass sie in den Jahren 1998 bis 2007 mindestens fünf Mal die Daten ihrer Mitarbeiter mit denen von Lieferanten im großen Stil abglich. Verkehrspolitiker aller Parteien und Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) kritisierten, der Bericht lasse die Frage nach Verantwortlichkeiten offen.


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