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Autozulieferer Continental fährt Milliardenverlust ein


Autokrise  

Autozulieferer Continental fährt Milliardenverlust ein

19.02.2009, 13:23 Uhr | mfu, dpa-AFX, t-online.de

Autozulieferer Continental will die Kurzarbeit ausweitenAutozulieferer Continental will die Kurzarbeit ausweiten (Quelle: ddp) Der Autozulieferer Continental ist im vergangenen Jahr angesichts der dramatischen Krise in der Autoindustrie tief in die roten Zahlen gerutscht. Der Konzern will nun noch stärker als bisher den Rotstift ansetzen. Vorstandschef Karl-Thomas Neumann sagte in Hannover, Conti wolle Investitionen zurückfahren und bei Forschung und Entwicklung sparen. Überdies will Conti die Kurzarbeit ausweiten.

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Continental verliert 2008 1,2 Milliarden Euro

Unterm Strich lag das Konzernergebnis von Continental 2008 bei minus 1,12 Milliarden Euro. Dies ist ein Rekordverlust und lag vor allem an einer Milliarden-Abschreibung im Zuge der Übernahme der Siemens-Tochter VDO. Die erforderliche Abschreibung des Automotive-Geschäfts aufgrund der schwächeren Marktentwicklung "enttäuscht uns natürlich sehr", sagte Neumann. Im Jahr 2007 hatte das Ergebnis noch bei plus 1,02 Milliarden Euro gelegen.

Hohe Schulden durch VDO-Übernahme

Die Conti-Spitze betonte, ohne die Abschreibungen in Höhe von 1,23 Milliarden Euro hätte der Konzern im vergangenen Jahr schwarze Zahlen geschrieben. Conti hatte für VDO mehr als elf Milliarden Euro bezahlt. Neumann sagte, die mit dem VDO-Kauf verbundenen Erwartungen hätten sich nicht erfüllt, der Kauf sei sicher kein "Schnäppchen" gewesen. Dennoch sei die Übernahme der richtige Schritt gewesen, denn Conti sei damit in den wichtigsten Branchentrends Sicherheit, Umwelt und Information bestens positioniert.

Conti-Aktie im Plus

Mit konkreten Prognosen für das laufende Geschäftsjahr hielt sich die Conti-Spitze angesichts der unsicheren Zukunft der Autoindustrie aber zurück. Neumann sagte, der Umsatzrückgang gerade in den Autozulieferer-Sparten dürfte sich im ersten Halbjahr 2009 noch einmal beschleunigen. Conti erwarte aber 2009 unterm Strich wieder ein positives Ergebnis - falls Abschreibungen ausblieben. Die Aktie gewann nach frühen Kursverlusten am Vormittag rund vier Prozent auf 13,74 Euro.

Schaeffler-Misere belastet Conti

Als Belastung für Continental erweist sich derzeit vor allem auch die unsichere Lage beim Großaktionär Schaeffler. Conti-Vorstandschef Neumann ging nicht auf Fragen zu einem möglichen Zusammenbruch von Schaeffler ein. Neumann sagte aber, Conti wolle dafür sorgen, nicht "Teil des Problems", sondern "Teil der Lösung" zu sein. Conti und Schaeffler arbeiten derzeit an einem Konzept zur Zusammenarbeit zwischen den beiden Autozulieferer-Sparten. Dies werde aber noch Monate dauern, sagte Neumann. Die Conti-Reifensparte soll ausgegliedert werden.



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