Sie sind hier: Home > Finanzen > Unternehmen >

Saab steht vor dem endgültigen Aus


Autokrise  

Saab steht vor dem endgültigen Aus

23.02.2009, 09:30 Uhr | cs, dpa-AFX , t-online.de

Experten zufolge naht das Ende von Saab (Foto: dpa)Experten zufolge naht das Ende von Saab (Foto: dpa) Keine Staatshilfe und durchweg rabenschwarze Prognosen: Die Hoffnungen auf ein Überleben des insolventen Autobauers Saab sind am Wochenende in Schweden praktisch auf den Nullpunkt gesunken. Während Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt den Einsatz von Steuergeldern für die Fortsetzung der Produktion ablehnte, titelte die konservative Stockholmer Zeitung "Svenska Dagbladet" auf ihrer ersten Seite: "Saab ist bankrott. Schluss, finito und kaputt."

Beliebte Autohersteller - Deutschlands wertvollste Marken
General Motors und Toyota - Die größten Konzerne weltweit
GM, Chrysler und Ford - Die großen Drei der USA

GM bekommt eine Absage

Der Mutterkonzern General Motors (GM) hatte bei der Einreichung des Insolvenzantrages für Saab erklärt, man wolle die Produktion mit 4100 Beschäftigten vorerst mitfinanzieren, wenn auch der schwedische Staat helfe. Reinfeldt sagte dazu der Nachrichtenagentur TT, seine Regierung werde "am derzeitigen Prozess nicht aktiv teilnehmen, solange unklar ist, wer Saab als Eigner übernimmt". Es sei offensichtlich, dass GM "alles tut, um Kosten abzuwälzen". Auch eine komplette oder teilstaatliche Übernahme lehnt Stockholm ab.

Saab wird untergehen

Die Boulevardzeitung "Expressen" schrieb: "Das meiste spricht dafür, dass Saab jetzt untergeht. Auf längere Sicht würde man den Beschäftigten durch künstliche Beatmung keinen Gefallen tun."

Saab-Chef: Aussichten sind gut

Als entscheidend für ein Überleben von Saab bezeichnete der bisherige Konzernchef Jan-Åke Jonsson Staatsbürgschaften für Kredite von der Europäischen Investitionsbank (EIB). Die Aussichten für ein neues, selbstständiges Unternehmen "Saab Automobile" nannte er "langfristig gut". Dazu meinte die Zeitung "Göteborgs-Posten": "Niemand will Saab-Automobile. Weder GM, noch der Staat oder das schwedische Volk. Wer sollte einen kleinen, äußerst verlustbringenden Autobauer mitten in der schlimmsten Konjunkturkrise seit Menschengedenken kaufen?"

Viele Jahre der Misswirtschaft

Die Wirtschaftszeitung "Dagens Industri" sah es ähnlich: "Viele Jahre mit Misswirtschaft und ständigen Verlusten machen den Glauben schwer, dass Saab noch die Wende schafft. Das ist traurig." "Dagens Nyheter" meinte: "Besonders tragisch ist, dass Saab gerade jetzt fällt, nachdem das Management sich endlich zu einen Plan mit verbreiterten Modellangeboten aufgerafft hatte."

Zusammengehen mit Opel unwahrscheinlich

Spekulationen über ein mögliches Zusammengehen von Saab mit Opel spielten bei den schwedischen Reaktionen auf den Insolvenzantrag nur am Rande eine Rolle. Die Chancen auf eine Zukunft zusammen mit der ebenfalls um ihr Überleben kämpfenden deutschen GM-Tochter Opel wurden in Stockholm aber als minimal eingestuft.

Saab als Erster insolvent

Saab hat als erster europäischer Autohersteller in der aktuellen Krise Insolvenz beantragt. Seit dem Einstieg von GM im Jahr 1990 wurden im Stammwerk Trollhättan fast jedes Jahre Verluste eingefahren.

Mehr Themen:
Autokrise - Opel-Insolvenz bereits im Mai?
GM-Tochter - Saab ist insolvent
Staatshilfe - GM und Chrysler bekommen neue US-Milliarden
Abwrackprämie - Händler geben keine Entwarnung für Autobranche
Abwrackprämie - Diese Autos sind die Super-Schnäppchen

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOhappy-size.detchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal