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Dresdner Bank beschert Allianz Milliardenverlust


Bankenkrise  

Dresdner Bank beschert Allianz Milliardenverlust

13.03.2009, 19:00 Uhr | mash, dpa-AFX, t-online.de

Allianz-Konzernchef Michael Diekmann (Foto: AP)Allianz-Konzernchef Michael Diekmann (Foto: AP) Die verstoßene Tochter Dresdner Bank hat dem Allianz-Konzern zum Abschied den zweiten Verlust seiner Geschichte eingebrockt. Unterm Strich stand ein Verlust von 2,4 Milliarden Euro, wie die Allianz in München mitteilte. Ohne die inzwischen an die Commerzbank verkaufte Dresdner Bank hätte der Versicherungskonzern vier Milliarden Euro Gewinn gemacht.

Aktionären wird die Dividende gekürzt

Die Dresdner Bank belastete das Ergebnis 2008 mit 6,4 Milliarden Euro. Die Dividende soll von 5,50 Euro Euro je Aktie auf 3,50 Euro sinken. Für das laufende Jahr machte der Vorstand bei der Bilanzvorlage am Donnerstag wenig Hoffnung. "Wir befinden uns im stärksten Wirtschaftsabschwung seit Jahrzehnten", sagte Allianz-Chef Michael Diekmann. Eine zuverlässige Ertragsprognose sei in diesem Umfeld nicht möglich.

Allianz-Aktie steigt kräftig

In ihrer 119-jährigen Geschichte war die Allianz zuvor erst einmal - im Jahr 2002 - in die roten Zahlen geraten. Mit 3,2 Milliarden Euro war der Verlust damals noch höher ausgefallen. Die Dresdner Bank herausgerechnet brach der Überschuss dieses Mal von 7,3 Milliarden Euro auf 4 Milliarden Euro ein. Der operative Gewinn sank von 10,3 Milliarden Euro auf 7,4 Milliarden Euro. Der Umsatz gab um 5,3 Prozent auf 92,5 Milliarden Euro nach. Am Aktienmarkt wurden die Zahlen der Allianz in einer ersten Reaktion positiv aufgenommen. Die Allianz-Aktie legte zeitweise um mehr als 12 Prozent auf 55,70 Euro zu und konnte damit die deutlichen Verluste der vergangenen Handelstage relativieren.

Eigenkapital schrumpft um fast 30 Prozent

Allianz-Chef Diekmann zeigte sich mit Blick auf Mitbewerber mit dem Ergebnis nicht unzufrieden. "Gemessen am Umfeld" habe sich die Allianz mit ihrem operativen Gewinn gut geschlagen. Die Allianz stehe solide da und sei ein finanziell stabiler Partner für Kunden, Aktionäre und Mitarbeiter. Beim Eigenkapital musste der Versicherer allerdings kräftig Federn lassen: Es schrumpfte um fast 30 Prozent auf 47,8 Milliarden Euro.

Kerngeschäft verdient das Geld

In der Finanzkrise wurde die Allianz verstärkt auf ihr Kerngeschäftsfeld, dem Geschäft mit Schaden- und Unfallversicherungen, zurückgeworfen. Hier ging der operative Gewinn zwar um 10,3 Prozent auf 5,6 Milliarden Euro zurück. Allerdings zeichnete die Sparte damit für mehr als drei Viertel des operativen Konzerngewinns verantwortlich. Im Jahr 2007 hatte der Anteil der Schaden- und Unfallversicherung am operativen Ergebnis - selbst wenn man die Dresdner Bank außen vor lässt - lediglich 61 Prozent betragen. Die Prämieneinnahmen der Sparte legten leicht zu. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote verschlechterte sich von 93,6 auf 95,1 Prozent. Damit waren Schäden und Verwaltungskosten bereits durch die Beitragseinnahmen gedeckt.

Deutlicher Rückgang im Leben- und Krankenbereich

Im Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft stürzte der operative Gewinn um 59,7 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro ab. Auch die Prämieneinnahmen gaben nach. Im Asset Management betrug der Rückgang trotz der Finanzkrise nur 31,9 Prozent auf 926 Millionen Euro. Die Dresdner Bank verbuchte im abgelaufenen Jahr einen operativen Verlust von 2,1 Milliarden Euro. In dem im Konzern verbliebenen Bankgeschäft musste die Allianz mit 31 Millionen Euro ebenfalls ein operatives Minus hinnehmen.

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