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Autozulieferer: Bayern bittet Angela Merkel um Hilfe für Schaeffler


Autozulieferer  

Bayern bittet Merkel um Hilfe für Schaeffler

27.02.2009, 14:58 Uhr | oca, dpa, t-online.de

Die Schaeffler-Firmenzentrale in Herzogenaurach. (Quelle: dpa)Die Schaeffler-Firmenzentrale in Herzogenaurach. (Quelle: dpa) Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) um Hilfe für den schwer angeschlagenen Schaeffler-Konzern gebeten. Eine Zerschlagung der Gruppe hätte "verheerende Auswirkungen" auf zahlreiche Unternehmen im Automobilsektor wie auch in anderen Industriebranchen, schrieb Herrmann an die Regierungschefin.

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Tausende Arbeitsplätze bei Schaeffler bedroht

Schaeffler habe eine Schlüsselposition in der deutschen und europäischen Automobil-Zulieferindustrie. "Die Probleme bei der INA-Schaeffler-Gruppe könnten zum Verlust von vielen Tausenden von Arbeitsplätzen führen", erklärte der fränkische CSU-Politiker. Die Bundesregierung solle deshalb alles tun, um dem Herzogenauracher Konzern "die bestmögliche Unterstützung zukommen zu lassen". Schaeffler ist nach der Continental-Übernahme hoch verschuldet und kann die Zinsen nicht mehr aufbringen.

CSU: Schaeffler hat stets Verantwortung gezeigt

Herrmann hob hervor, dass Schaeffler in den letzten Jahren gerade in Franken zahlreiche Arbeitsplätzen geschaffen und gesichert habe. "Während viele andere Unternehmen Arbeitsplätze ins Ausland verlagert haben und manch einer seine Unternehmensanteile versilbert hat, hat die Familie Schaeffler stets ein großes Verantwortungsbewusstsein für den Standort Deutschland bewiesen", erklärte er. Dies müsse bei den anstehenden Entscheidungen berücksichtigt werden. "Wer heute in Talkshows oder sonst wo über die Familie Schaeffler und ihre Mitarbeiter schlecht redet, hat letztlich keine Ahnung von dieser Firma", meinte Herrmann.

Merkel macht Staatshilfen von Zukunftskonzept abhängig

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) machte mögliche Staatshilfen für den Autozulieferer Schaeffler/Conti von einem tragfähigen Zukunftskonzept der Unternehmen abhängig. Erst dann könne über mögliche Brücken nachgedacht werden, sagte Merkel am Donnerstag in Berlin.

Konzept bisher nicht ausreichend

Bisher gebe es aber bei Schaeffler kein ausreichend zukunftsfähiges Restrukturierungs- oder Fortführungskonzept, das auch von den von der Regierung beauftragten Wirtschaftsexperten "als sachlich vernünftig eingestuft wird". Erst dann könne über mögliche Hilfen nachgedacht werden. Merkel betonte: "Ich sehe Bürgschaften als das Mittel an, was wir im Auge haben".

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