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Münchener Rück kassiert Prognosen ein


Rückversicherer  

Münchener Rück kassiert Prognosen ein

03.03.2009, 12:10 Uhr | bv, dapd , t-online.de

Münchener-Rück-Chef Nikolaus von Bomhard - Gewinnziele nicht mehr haltbar (Quelle: dpa)Münchener-Rück-Chef Nikolaus von Bomhard - Gewinnziele nicht mehr haltbar (Quelle: dpa) Die Münchener Rück hat ihre mittel- und langfristigen Gewinnziele wegen der Finanzkrise über Bord geworfen. "Die Krise ist noch nicht vorbei, die Krise tobt", sagte Vorstandschef Nikolaus von Bomhard. Die Erwartungen für 2009 und 2010 seien gedämpft, erklärte Finanzchef Jörg Schneider. Wichtigstes Ziel ist für den Rückversicherer jetzt die Sicherung des Kapitals.

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Milliardengewinn trotz Krise

Aufgrund hoher Abschreibungen war der Gewinn der Münchener Rück im vergangenen Jahr auf 1,5 Milliarden Euro eingebrochen, nach einem Rekordergebnis von 3,9 Milliarden Euro im Vorjahr. Das Eigenkapital sank von 25,4 auf 21,3 Milliarden Euro. Bomhard sagte: "Das ist ein ordentliches Ergebnis angesichts dessen, was letztes Jahr abgelaufen ist."

Holpriger Start

Die Münchener Rück stehe solide da und müsse ihre Strategie nicht ändern. Im laufenden Jahr habe die Rückversicherungs-Sparte "einen etwas holprigen Start" gehabt, "es wird aber mit Sicherheit besser werden", sagte der Konzernchef. Das integrierte Modell von Rück- und Erstversicherungen unter einem Dach habe sich bewährt. "Wir bleiben verhalten optimistisch", sagte Bomhard bei der Bilanzpressekonferenz in München.

Risikobereitschaft soll nicht steigen

Die Münchener Rück werde fehlende Rendite nicht durch erhöhte Risikobereitschaft ausgleichen: "Wir werden keine Strohfeuer zünden", betonte Bomhard. Das Ziel eines Gewinns von 18 Euro je Aktie im Jahr sei nicht mehr realistisch. "Wir korrigieren unser Ergebnisziel mittel- und langfristig", sagte er. Die Rahmenbedingungen hätten sich dramatisch verändert und seien viel zu unsicher für jede Prognose.

Hohe Abschreibungen bei Kapitalanlagen

Die Beitragseinnahmen der Münchener-Rück-Gruppe stiegen im vergangenen Jahr um 1,5 Prozent auf 37,8 Milliarden Euro. Aber bei den Kapitalanlagen musste sie hohe Abschreibungen verkraften. Die Gesamtverzinsung der Kapitalanlagen sank auf 2,5 Prozent. "Das ist kein Grund zum Feiern, aber deutlich besser als die Rendite unserer Wettbewerber", sagte Schneider. Die Aktionäre sollen wie im Vorjahr eine Dividende von 5,50 Euro erhalten.

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