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Abwrackprämie: Automarkt zieht kräftig an


Abwrackprämie  

Automarkt zieht kräftig an

06.03.2009, 09:33 Uhr | mash, t-online.de, dpa

Einer der Bestseller dank Abwrackprämie: Der Ford Ka (Foto: ddp)Einer der Bestseller dank Abwrackprämie: Der Ford Ka (Foto: ddp)Die staatliche Abwrackprämie hat dem deutschen Automarkt im Februar einen kräftigen Schub gegeben. Insgesamt wurden knapp 278.000 Autos neu zugelassen; das sind 21,5 Prozent mehr als im gleichen Monat des Vorjahres, teilte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg mit. Dabei profitierten vor allem die Käufer kleiner Autos von dem Geldgeschenk des Staates: Besonders hohe Zuwachsraten gab es für Modelle wie den Ford Ka, den VW Fox, den Hyundai I 10 und den Fiat Panda.

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Drastische Rückgänge bei Premiummarken

Marken wie BMW und Daimlers Mercedes mussten dagegen zum Teil drastische Rückgänge hinnehmen. Die Oberklasse sackte um 28 Prozent ab. Für die ersten beiden Monate zusammengenommen weist der deutsche Automarkt ein Plus von vier Prozent auf.



Kunden wählen auch Kompakt- und Mittelklasse

Die Autoindustrie erwartet, dass sich die positive Tendenz auf dem deutschen Markt fortsetzt. "Der Auftragseingang ist im Februar sprunghaft um 63 Prozent gewachsen und der Auftragsbestand hat mit 482.000 Autos den höchsten Stand seit 2001 erreicht", sagte Matthias Wissmann, der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), am Rande des Automobilsalons in Genf. Das werde sich in den nächsten Monaten in steigenden Zulassungszahlen niederschlagen. "Wir haben die Chance, trotz des schwierigen Umfeldes in diesem Jahr die Drei-Millionen-Marke bei den Pkw-Neuzulassungen zu knacken", sagte Wissmann. Es kämen jetzt Kunden in die Autohäuser, die nicht nur Kleinwagen, sondern auch Modelle der Kompakt- und Mittelklasse wählten.

Export nimmt nach wie vor ab

Auf der anderen Seite sind die Exportmärkte für die deutschen Hersteller nach wie vor sehr schwierig. Bereits im vergangenen Jahr reduzierte sich die Ausfuhr deutscher Autos um vier Prozent auf 4,13 Millionen Pkw, während der weltweite Automobilabsatz um fünf Prozent sank. "Von einer nachhaltigen Erholung der Weltmärkte sind wir noch weit entfernt", sagte Wissmann. "Die Talsohle ist noch nicht erreicht."

Anteil der importierten Autos steigt um zehn Prozent

In Deutschland deckten Minis (plus 155 Prozent), Kleinwagen (plus 93 Prozent) und Kompaktwagen (plus 6,5 Prozent) im Februar zusammen rund 63 Prozent des Automobilmarktes ab. Der Anteil der importierten Autos erreichte 45 Prozent, gegenüber 35 Prozent im vergangenen Jahr. Der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) regte an, über eine Verlängerung und Aufstockung des staatlichen Fördervolumens für den Automarkt nachzudenken.

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