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Finanzkrise in USA: Neue Milliarden sollen Kreditmarkt in Gang bringen


Finanzkrise  

Neue Milliarden sollen Kreditmarkt in Gang bringen

03.03.2009, 19:08 Uhr | mash, t-online.de , dpa-AFX , dpa

Zentralbankchef Ben Bernanke vor dem Senatsausschuss (Foto: dpa)Zentralbankchef Ben Bernanke vor dem Senatsausschuss (Foto: dpa) Die US-Regierung und die Zentralbank wollen mit einem neuen 200-Milliarden-Dollar-Programm (159 Milliarden Euro) den Kreditmarkt für Privatpersonen und kleine Unternehmen wieder in Gang bringen. Bei seiner Anhörung vor dem Haushaltsausschuss des US-Senats kritisierte der Notenbankchef Ben Bernanke außerdem mit ungewöhnlich deutlichen Worten den geschwächten Versicherungskonzern AIG.

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Ziel: Kreditmarkt aktivieren

Wie die Zentralbank mitteilte, sollen mit dem Geld die Substitution von Krediten durch handelbare Wertpapiere unterstützt werden. Ziel sei es, vor allem die Märkte etwa für Autokredite und Kreditkarten zu aktivieren. Zentralbankchef Ben Bernanke sagte vor einem Senatsausschuss, er rechne mit einer schnellen Wirkung der Maßnahmen.


Krise wird mehrere Billionen Dollar kosten

Grundsätzlich äußerte Bernanke die Erwartung, dass die gegenwärtige Finanzkrise insgesamt mehrere Billionen Dollar kosten wird. Kurzfristig seien hohe Staatsdefizite unvermeidlich, um die Wirtschaft wieder auf Kurs zu bringen.

Keine "Zombie Banken" unter großen US-Instituten

Allerdings gebe es unter den großen US-Banken keine so genannte "Zombie Bank", so Bernanke weiter; alle Institute würden derzeit weiter Kredite vergeben und seien aktiv und überlebensfähig. Die Transparenz des Finanzsystems könne verbessert werden, wenn riskante Vermögenswerten aus den Büchern der Banken entfernt werden könnten, so Bernanke.

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Keine Anzeichen für kurzfristige Erholung

Allerdings zeichnete er erneut ein düsteres Bild der US-Wirtschaft. Es gebe keine Anzeichen für eine Erholung in kurzer Frist. "Wir stehen vor einer außergewöhnlichen Herausforderung", meinte er. Sollten die Herausforderungen nicht rasch angegangen werden, würden am Ende höhere Kosten verursacht werden. "Wir sind gut beraten, die wirtschaftlichen Probleme aggressiv anzugehen." Ansonsten drohe einer langer Abschwung.

"AIG hat mich wütend gemacht"

Bernanke äußerte sich außerdem ungewöhnlich deutlich über den von Rekordverlusten geschwächten Versicherungskonzern AIG. "Wenn es in den vergangenen 18 Monaten ein einziges Ereignis gab, dass mich wütend gemacht hat, dann fällt mir nichts anderes als AIG ein", sagte Bernanke vor dem Ausschuss. "Die Situation bei AIG beunruhigt mich ganz offensichtlich sehr." Der Versicherungskonzern habe sich "im Grunde genommen wie ein Spekulationsfonds" verhalten und sei "unverantwortliche Risiken" eingegangen, kritisierte der Fed-Chef.


Euro durch Aussage leicht unter Druck

Die Aussagen von Bernanke sorgten für leichten Druck auf den Kurs des Euros. Die Devisenexpertin Antje Praefcke von der Commerzbank sagte: "Seine Aussagen zeigen, dass die Lage schlecht ist." Das schüre die Risikoaversion der Anleger. Praefke weiter: "Zudem deutet es darauf hin, dass die Fed bereit ist, alles zur Stabilisierung des Finanzsystems zu tun und das stärkt den Dollar". Insgesamt verlaufe der Handel vor der EZB-Zinssitzung am Donnerstag und weiteren wichtigen US-Konjunkturdaten im Laufe der Woche aber sehr ruhig. Der Euro sei "in der Warteschleife."

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